Caritas darf nicht mehr aus Trevi-Brunnen fischen

Die Caritas hat ihr exklusives Recht auf die Münzen, die von Touristen in den berühmten italienischen Trevi-Brunnen geworfen werden, verloren.
Allein im Jahr 2016 haben Besucher Münzen im Wert von rund 1,4 Millionen in den weltbekannten Brunnen in Rom geworfen.

Wer eine Münze blind über die Schulter ins Wasser wirft, der wird sicher wieder in die Ewige Stadt zurückkehren, so der Volksglaube. Wer zwei Münzen wirft, dem wird die große Liebe versprochen, bei drei Münzen gibt's auch die Hochzeit dazu. Ursprünglich gab es übrigens den Brauch, einen Schluck aus dem Brunnen zu trinken, um wieder nach Rom zurückzukehren.

Ob abergläubisch oder nicht, das Becken im barocken Baustil gilt jedenfalls als Touristenmagnet und zieht jährlich unzählige Menschen an.

Geld wird weiter gespendet

Die Gemeinde Rom hat nun am Freitag verkündet, dass das Geld aus dem Brunnen künftig nicht mehr an die Caritas, sondern eine andere Spendenorganisation gehen soll. Bis zum 31. März 2018 erhält die soziale Hilfsorganisation der römisch-katholischen Kirche noch wöchentlich die aus dem Trevi-Brunnen gefischten Münzen, danach ist Schluss. Bis dahin will die Gemeinde dann auch entschieden haben, wer künftig den wertvollen Schatz vom beliebten Wahrzeichen bekommen soll. (ek)

Der Trevi-Brunnen, italienisch Fontana di Trevi, ist der populärste und mit rund 26 Meter Höhe und rund 50 Meter Breite größte Brunnen Roms und einer der bekanntesten Brunnen der Welt.

Er wurde 1732 bis 1762 nach einem Entwurf von Nicola Salvi im spätbarocken, im Übergang zum klassizistischen Stil erbaut.

Die Münzen werden regelmäßig von Bediensteten der Stadt Rom aus dem Wasser gefischt. Sie werden an die Caritas gespendet, während die Münzen aus allen anderen römischen Brunnen in den Haushalt der Stadt Rom fließen.


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