Carlos Tevez im Talk: "Ich habe Slum überlebt"

Carlos Tevez, Millionen-Stürmer von Manchester City, vor dem Hit in Salzburg im großen Heute-Interview. Der Apache über die Stärke der Bullen, Maradona, Messi, heimisches Bier - und seine schwere Kindheit.

25 Tore in 37 Spielen für City: Muss sich Salzburg fürchten?

Fürchten? Nein. Aber eines ist klar: Meine Mission sind Tore. Das ist aber nicht immer einfach. Der Ball ist unberechenbar.

Wie stark ist Salzburg?

Salzburg ist österreichischer Meister, das muss man respektieren. Wir haben einige Videos gesehen. Sie spielen diszipliniert, stehen als Team gut, es wird also kein Spaziergang. Weil Janko weg ist, hat unsere Abwehr ein Problem weniger. Am gefährlichsten ist sicher Boghossian.

Rapid hat in der Europa-League-Quali sensationell den englischen Klub Aston Villa besiegt.

Wir sind aber nicht Villa. City ist schwieriger zu schlagen. In Salzburg zu scheitern, das ist nicht unser Plan.

Können Sie mit einem 1:1 leben?

Nein. Ich bin ein Mensch, der immer siegen will.

Wer ist der Gruppenfavorit?

Normal müssen sich Juventus und wir durchsetzen. Alles andere wäre eine Riesenüberraschung. Vier Spiele, ein Sieg: Mit City läuft es in der Premier League nicht rund.

Vier Spiele, ein Sieg: Mit City läuft es in der Premier League nicht rund. Coach Mancini ließ Sie zuletzt LKW-Reifen tragen?

Ja. Eine seltsame Methode des Trainers fürs Teambuilding.

In Argentinien sind Sie populärer als Lionel Messi. Warum?

Weil er nicht lange in seiner Heimat lebte. Das könnte den Unterschied ausmachen. Für mich ist Lionel nach Xavi aber der beste Spieler der Welt. Es gibt keine Eifersucht zwischen uns.

Sie sind dafür der Held des Volkes. Ein Kind aus dem Slum Fuerte Apache bei Buenos Aires.

Ich habe dort zu überleben gelernt. Heute bin ich der Survivor des Fußballs. Ich weiß, wie man im Leben Hürden nimmt.

So wie Diego Maradona. Hand aufs Herz: Ist er ein guter Coach?

Diego ist ein Idol. Er hat uns Spielern bei der WM oft weitergeholfen. Das haben wir dem Verband auch so mitgeteilt. Für mich ist klar: Er hat eine neue Chance als Trainer verdient.

Was lief bei der WM-Schmach gegen Deutschland (0:4) schief?

Das erste Tor. Danach haben wir nicht mehr Fußball gespielt.

Am Mittwoch landen Sie in Österreich. Kennen Sie das Land?

Ja. Die Berge und das gute Bier sind mir in Erinnerung geblieben. Deshalb habe ich auch einen Trip mit der Familie geplant.

Martin Huber und Klaus Pfeiffer

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