Chaos um neues E-Voting an Uni

Die Studenten sollen bei der kommenden ÖH-Wahl erstmals auch via E-Card ihre Stimme abgeben können. Das neue System läuft aber auch vier Wochen vor dem Urnengang noch immer nicht richtig. Die Linzer ÖH fordert nun vehement, den Versuch abzublasen.

Von 26. bis 28. Mai dürfen die angehenden Akademiker klassisch per Wahlzettel ihre Stimme an den Universitäten abgeben. Bereits von 18. bis 22. Mai kann heuer jedoch zum ersten Mal online gewählt werden - wenn alles glatt läuft. Beim Probelauf ist das System nach der siebten Stimme abgestürzt, weiß die Linzer ÖH-Vorsitzende Carina Schmiedseder von der Österreichischen StudentInnenunion (ÖSU). Neben der Leistungsschwäche ortet sie noch weitere Mängel beim E-Voting, das nach der ÖH-Wahl auch für Nationalratswahlen verwendet werden soll.

Gibt es irgendwo in Österreich nur einen einzigen Defekt, sind alle abgegebenen Stimmen ungültig. Danach wird jeder einzelne Online-Wähler persönlich per Post angeschrieben und über den Fehler informiert. Ich frage mich dabei nur, wie da das Wahlgeheimnis gewahrt werden kann?, ärgert sich die ÖH-Vorsitzende und fordert eine Absage des Versuchs. Als Ersatz schlägt sie die Einführung der Briefwahl vor. Damit könnten auch die etwa 3000 Studenten des Multimedia-Studiums Jus ihre Stimme abgeben, die via Internet ihr Studium betreiben.

Das fehlerhafte E-Voting-System wird auch am 14. Mai für heiße Diskussionen am Linzer Campus sorgen. Neben Studentenvertretern und Professoren werden die Macher des Wahlsystems am Podium sitzen und sich kritischen Fragen stellen müssen. Die Veranstaltung startet um 17 Uhr in der Halle C am Campus der Johannes Kepler Universität.

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