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Chelsea-Kündigungswelle – neuer Boss agiert eiskalt

Der nächste Mitarbeiter muss gehen! Chelsea-Boss Todd Boehly präsentiert sich weiter als eiskalter Geschäftsmann, kündigt den Physio über Zoom.

Sebastian Klein
Der neue Chelsea-Boss Todd Boehly
Der neue Chelsea-Boss Todd Boehly
IMAGO Images

Der Chelsea-Kahlschlag geht weiter. Todd Boehly, der den Premier-League-Klub diese Saison Roman Abramowitsch abgekauft hat, formt den Verein nach seinen Vorstellungen.

Dabei scheint er wenig Rücksicht auf langjährige Mitarbeiter zu nehmen. Die Kündigungswelle setzt sich fort.

Jetzt erwischt es Chef-Physio Thierry Laurent. Der Mitarbeiter wurde gekündigt. Brisant: Das soll dem Franzosen laut englischen Medien in einem kurzen Zoom-Call mitgeteilt worden sein. Er war seit 2014 bei Chelsea.

Es ist nur die jüngste in einer ganzen Reihe von personellen Veränderungen. Boehly setzte kurz nach der Übernahme Trainer Thomas Tuchel vor die Tür, der die Blues vergangenes Jahr noch zum Champions-League-Titel geführt hatte. Dann musste auch Direktorin Marina Granovskaia gehen, die auf der Insel einen ausgezeichneten Ruf als Kader-Planerin und Verhandlerin genießt. Auch Berater und Goalie-Ikone Petr Cech ist seinen Platz los.

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    IMAGO/MIS

    Der US-Milliardär macht sich mit seinem Vorgehen nicht nur Freunde. Auch mit seinen Äußerungen über seine Vorstellung von der Zukunft des englischen Fußballs. Ihm schwebt eine Amerikanisierung vor – etwa ein All-Star-Game zwischen dem Norden und Süden der Liga. In Berichten rund um die Entlassung Tuchels waren zuletzt haarsträubende Sätze an die Öffentlichkeit gedrungen, die den Eindruck erwecken, dass der Fußball in Boehlys Plänen etwas zu kurz kommen könnte. Er habe Tuchel unter anderem ein 4-4-3-System vorgeschlagen, wohl nicht einkalkuliert, dass es im Fußball nur zehn Feldspieler gibt. Der Amerikaner ist für viele eingefleischte Fans der Konkurrenten längst ein rotes Tuch.

    Durch den gnadenlosen Kahlschlag im eigenen Klub kommt auch intern bereits leise Kritik auf. In den sozialen Medien finden sich immer mehr besorgte Wortmeldungen von Chelsea-Fans.

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