CO2-Sparen: Diese drei Faktoren helfen am meisten

Bei drei Dingen können Private am meisten für den Klimawandel tun.
Bei drei Dingen können Private am meisten für den Klimawandel tun.picturedesk.com
Den Klimawandel aufhalten - das kann keiner von uns alleine schaffen. Die Regierung, die Staaten der ganzen Welt, alle müssen an einem Strang ziehen. Die größten Hebel für Privatpersonen haben Wissenschaftler nun errechnet.

Verpackungsfrei leben, keine Strohhalme mehr, Milch in Mehrwegflaschen oder doch nicht? Die Maßnahmen, wie man als Einzelner das beste für das Klima tut, sind verwirrend. Viele fragen sich, was hilft nun tatsächlich, was hat gar keinen so großen Einfluss wie geglaubt?

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Ein Wissenschafterteam mit Wiener Beteiligung hat sich angesehen, was den größten Einfluss auf den persönlichen CO2-Ausstoß hat. Im Fachjournal "Environmental Research Letters" wurden die Ergebnisse publiziert. Drei Dinge machen demnach den größten Unterschied.

Auto, Fleisch, Wohnen

Der größte Faktor ist die Mobilität. Damit kann jeder Einzelne etwa 1,7 Tonnen CO2 im Jahr einspannen. Wie? Mit einem autofreien Lebensstil zum Beispiel, oder dem Wechsel hin zu einem Elektroauto. Auch weniger Langstreckenflüge machen viel aus.

Um ein Gefühl dafür zu kriegen, was diese Zahlen bedeuten: Der durchschnittliche Amerikaner stößt jährlich 13,4 Tonnen CO2 aus. Ein Europäer etwa 7,5 Tonnen, ein Afrikaner nur 1,7 Tonnen.

In Sachen Ernährungließe sich durch rein vegane Ernährung knapp eine Tonne CO2 pro Person einsparen. Aber auch das effiziente Kochen und Kühlen hat Potenzial.  Wer nicht komplett auf das Essen von Tieren verzichten kann, kann seinen Fleischkonsum reduzieren - auch das macht einen Unterschied.

Der dritte große Faktor ist der Bereich Wohnen. Die Wissenschafter zeigen, dass man durch den Umstieg auf erneuerbare Energiequellen etwa 1,7 Tonnen CO2 jährlich einsparen kann. Ist das Haus dazu noch renoviert und saniert, spart man nochmals 0,9 Tonnen.

Top 10-Maßnahmen

Insgesamt können durch die Umsetzung der zehn wichtigsten Namen bis zu 9,2 Tonnen CO2 pro Kopf eingespart werden. "Speziell in einem wohlhabenden und konsum-intensiven Land wie Österreich" mache das viel aus, sagt ein Mitautors des Papiers, Dominik Wiedenhofer vom Institut für Soziale Ökologie der Boku in Wien.

Neben Auto, Wohnen und Ernährung zählen folgende Maßnahmen zu den Top 10:

- Keine Haustiere
- Sharing Economy: Dinge teilen, anstatt selbst alles anzuschaffen
- Weniger, langlebige Güter kaufen
- Weniger Bekleidung kaufen
- Bio-Plastik, weniger Plastik benutzen und Chemikalien vermeiden
- Recycling
- Weniger Papier

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