Contador fährt Giro d'Italia locker nach Hause

Alberto Contador gewann zum zweiten Mal nach 2008 den Giro d'Italia. Der Spanier kam auf der letzten Etappe, einem 26-km-Einzelzeitfahren, als Dritter ins Ziel und sicherte sich so ungefährdet den Gesamtsieg vor den beiden Italienern Michele Scarponi und Vicenzo Nibali. Etappensieger war David Millar aus Großbritannien vor dem Dänen Alex Rasmussen.
Unumstritten ist er nicht, der Sieger des heurigen Giro. Der 28-jährige Contador, der dem Team Saxo Bank den Triumph im prestigetächtigen zweitwichtigsten Radrennen der Saison brachte, steht weite runter Dopingverdacht. Contador muss sich in diesem Jahr noch einem Doping-Prozess vor dem Internationalen Sportgerichtshof stellen - sein Sieg könnte also im Nachhinein für nichtig erklärt werden.

Todesfall überschattet 94. Giro
Bis dahin aber gilt für ihn die Unschuldsvermutung, der Dominator des 94. Giro diktierte das Geschehen praktisch von der ersten bis zur letzten Etappe. In die Geschichte eingehen wird die heurige Ausgabe des Rennens aber weder wegen Contadors Triumph, noch wegen der sehenswerten Etappe am Großglockner, sondern in erster Linie aufgrund des tragischen Unfalltodes von Wouter Weylandt, dessen Freundin im Herbst Weylandts Baby erwartet.

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