Corona-Angst: Amazon kauft auf Vorrat aus China

Weil Amazon Lieferengpässe wegen des Coronavirus befürchtet, kam es zu einer Reihe von Last-Minute-Bestellungen aus China, um die Vorräte aufzustocken.
Wie sehr das Coronavirus auch die Welt der Wirtschaft beeinflusst, zeigen die Schritte, die einzelne Unternehmen vollziehen, um Verluste zu vermeiden. Immerhin ist China für die meisten Großhändler einer der wichtigsten Lieferanten. Der Onlinehändler der Stunde Null, Amazon - wie auch andere - hat also aus berechtigten Gründen Angst vor dem Coronavirus. Daher kauft er auf Vorrat Produkte aus China ein, wie gerade durch ein geleaktes Dokument ans Tageslicht kam.

"Es wird keine Lieferengpässe geben"

Mit diesem Schritt möchte der Konzern die Entstehung von Lieferengpässen verhindern. Deswegen kam es vergangene Woche zu ungewöhnlich vielen Last-Minute-Bestellungen bei chinesischen Lieferanten. Amazon erklärt in einer der E-Mails, die Business Insider zur Einsicht zur Verfügung stehen: „Amazon hat gestern Abend Aufträge erteilt, um sich auf mögliche Unterbrechungen der Lieferkette aufgrund der jüngsten globalen Ereignisse mit Ursprung in China vorzubereiten."

Davon betroffen sind vor allem Produkte, die für einen Verkauf in den USA vorgesehen sind, aber in China hergestellt werden. Die Wichtigkeit der Entscheidung zeigt sich am Anteil des Absatzes, der durch die Verfügbarkeit des chinesischen Marktes beeinflusst wird. Dieser liegt bei 40 Prozent. Auf Anfrage von Reuters hieß es bereits, dass es zu keinen Unterbrechungen kommen würde.

CommentCreated with Sketch.0 zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Ähnliche Ängste bei anderen Unternehmen

Andere Unternehmen ergreifen ähnliche Maßnahmen. So hat Apple etwa bereits im Jänner vor seinen Investoren angekündigt, dass es zu Verlusten kommen könnte. Auch Disney würde von einer Schließung der beiden Themenparks in Shanghai und Hongkong negativ betroffen sein. Ebenso hätten Autohersteller wie Tesla und Ford mit Produktionsstillständen zu rechnen.

Zwischen 31. Jänner und 6. Februar hat Jeff Bezos übrigens Amazon-Aktien im Wert von 4,1 Milliarden Dollar verkauft. Er ist damit der erste Unternehmer in der Geschichte, der sich in so einem kurzen Zeitraum von so vielen Anteilen seines eigenen Unternehmens verabschiedet. Offizielle Begründung dafür gibt es keine. Laut dem Handelsblatt ist es wahrscheinlich, dass er damit sein Raumfahrtunternehmen Blue Origin konkurrenzfähiger machen möchte.

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