Corona-Hochzeit: Großes Kleid trotz kleiner Feier?

Ein Foto aus Zeiten, als nicht nur große Hochzeiten, sondern auch Fashion Shows erlaubt waren: Eva Poleschinski verwandelte vergangenen Sommer die Stadtkirche von Hartberg bereits zum zweiten Mal in ein Traumland aus Haute Couture.
Ein Foto aus Zeiten, als nicht nur große Hochzeiten, sondern auch Fashion Shows erlaubt waren: Eva Poleschinski verwandelte vergangenen Sommer die Stadtkirche von Hartberg bereits zum zweiten Mal in ein Traumland aus Haute Couture.Bild: A Twist of Lemon
Hochzeiten sind wieder erlaubt. Allerdings nur am Standesamt und in einem sehr kleinen Kreis. Sollen Bräute dennoch auf das große "Prinzessinnen"-Kleid setzen? Das sagt die Expertin.
"Alle bis auf eine Braut haben ihre Hochzeit verschoben", berichtet die österreichische Modeschöpferin Eva Poleschinski am Telefon. Die Steirerin fertigt unter "Bridal & Eve" für gewöhnlich Brautkleider nach Maß an. Allerdings fallen große Hochzeiten aufgrund der Coronavirus-Pandemie und der damit verbundenen Verbote sowie Einschränkungen auf unbestimmte Zeit flach. Je nach Größe des Standesamtes sind maximal zehn Hochzeitsgäste erlaubt. Will und sollte eine Braut da überhaupt auf das große Traumkleid setzen?

"Eine kleine Hochzeit schließt das große Kleid grundsätzlich nicht aus. Allerdings würde ich, wenn die große Feier nach dem Standesamt auf das nächste Jahr verschoben wurde, mir auch das Traumkleid und damit den großen Überraschungsmoment dafür aufheben", so der Rat der Designerin. Bleibt es bei der kleinen Feier, spricht nichts gegen ein großes Kleid, zu dem auch Schutzmasken passen können.

Maske wird zum Make-up



CommentCreated with Sketch. zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Auch diese fertigt Eva Poleschinski im Couture-Stil an. Inzwischen sind sogar einige Anfragen wegen Hochzeitsmasken bei ihr eingetrudelt: "Die Leute, die jetzt heiraten, akzeptieren den Corona-Zustand. Allerdings ist es mir ein Rätsel, wie man sich mit einer Maske küssen soll", muss die Steirerin schmunzeln. Sie sieht die Masken als einen Teil des Make-ups, das zum Kleid passen sollte: "Sie kann sehr speziell und couturig gestaltet werden, dazu würde ich eher ein schlichtes Kleid oder einen Hosenanzug empfehlen. Oder man kann Maske und Kleid in einem Stoff denken."

Während der Brautkleider-Trend vor der Coronakrise zur Opulenz mit schlichten Elementen, sowie weg von nur Weiß und Ivory zu viel Farbe ging, gibt es diesbezüglich im Augenblick keine eindeutige Tendenz: "Derzeit kann man nur schwer von einem Trend, außer den Masken-Trend, reden. Schließlich ändern sich auch ständig die Bestimmungen."

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