Corona-Kicker soll bis zu 5 Kollegen angesteckt haben

Der Angeklagte (l.) mit Vater und Anwalt
Der Angeklagte (l.) mit Vater und AnwaltTrimmel Sascha
Ein 18-Jähriger wollte eigentlich nur Fußball spielen und landete jetzt vor Gericht. Denn er soll als K2-Person trainiert haben und war doch positiv.

Ob wissentlich oder nicht - wird eine Coronamaßnahme gebrochen, greift die Justiz derzeit beinhart durch: Ein 18-jähriger Maturalehrling aus Niederösterreich musste dies am eigenen Leib erfahren und sich am gestrigen Donnerstag wegen zwei Fußballtrainings vor Gericht in Wiener Neustadt verantworten.

Corona in Berufsschule

Wegen eines positiven Falles in der Berufsschule hatte der Bursche im Mai 2021 einen "K2-Bescheid" bekommen. Sprich: Er durfte zwar die Wohnung verlassen, aber nicht an Versammlungen und Veranstaltungen teilnehmen.

Bursche glaubte, er dürfe kicken

Der leidenschaftlicher Fußballer überflog den Bescheid und war der festen Meinung, am Mannschaftstraining teilnehmen zu dürfen. Er machte sogar noch einen Antigentest, der negativ war. Beim Training soll er laut Anklage seine Kameraden nicht informiert haben.

Erst durch das Contacttracing flog der Fall dann überhaupt auf. Denn im Fussballverein gab es fünf Infektionen. Der Bursche unterzog sich einem PCR-Test (Viruslast 14) und wurde angezeigt.

Sozialstunden

Laut Amtsärztin sei die Viruslast von 14 ein Indiz dafür, dass die Infektion bereits fortschritten war. Es sei aber nicht mehr feststellbar, ob der 18-Jährige für die Infektionen verantwortlich gewesen ist oder nicht. Der 18-Jährige wurde schließlich wegen Gefährdung durch ansteckende Krankheiten zu 60 Sozialstunden verdonnert. Das heisst: Da die Causa mit einer Diversion erledigt wurde, bleibt der Bursche unbescholten. 

CommentCreated with Sketch. Jetzt kommentieren Arrow-RightCreated with Sketch.
Nav-Account lie Time| Akt:
CoronatestCoronavirusFussballGerichtProzess

ThemaCreated with Sketch.Weiterlesen