Coronakrise: So verändert sie unsere Körperpflege

Das Interesse an Düften ist während der Coronakrise stark zurückgegangen.
Das Interesse an Düften ist während der Coronakrise stark zurückgegangen.Bild: iStock
Während die Handcreme zum Renner geworden ist, verzichten derzeit viele auf das Styling. Dafür ist die Vorfreude auf Friseur groß, wie eine aktuelle Umfrage zeigt.
Wie wirken sich Home-Office und Ausgangsbeschränkungen auf das Hygieneverhalten der Österreicher aus? Dieser Frage ist die Branchenplattform "Kosmetik transparent" mit einer Online-Umfrage in Zusammenarbeit mit Marketagent.com auf den Grund gegangen. Befragt wurden 500 Personen im Alter zwischen 20 und 75 Jahren zwischen 3. bis 7. April 2020.

Das Ergebnis zeigt, dass die Österreicherinnen und Österreicher gerade jetzt auf etwas mehr Hygiene, aber weniger auf das Styling setzen. Mehr als ein Drittel der Befragten verwendet nun mehr Handcreme als zuvor. Dies hat vermutlich mit dem vermehrten Waschen und Desinfizieren der Hände zu tun. Allerdings duschen 12 Prozent der Befragten auch öfter, acht Prozent putzen sich sogar häufiger die Zähne und fast acht Prozent waschen sich außerdem häufiger die Haare.

Dafür rasieren sich fast 20 Prozent der Männer seltener. Ebenso viele Befragte enthaaren seltener Achseln und Körper. Und auch das Bedürfnis nach so manchen Stylingritualen ist wohl in den Hintergrund gerückt: Fast ein Drittel trägt seltener Eau de Toilettes und Parfums auf, Deos werden mit rund 16 Prozent und Stylingprodukte für die Haare zu 24 Prozent weniger verwendet.

CommentCreated with Sketch. zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Fast 66 Prozent der Österreicherinnen verwenden aktuell kein Make-up. 20 Prozent tragen Wimperntusche aber auch in Zeiten der Ausgangsbeschränkungen, gefolgt von Eyeliner (14 Prozent), Nagellack (zehn Prozent) und Lippenstift (acht Prozent).

Weniger Zeit im Bad

Damit ist auch klar, dass die Dauer der für Körperpflege aufgewendeten Zeit, im Vergleich zum Jahr 2012, als eine ähnliche Umfrage durchgeführt wurde, zurückgegangen ist. Von damals durchschnittlich 38 auf derzeit 31 Minuten wochentags bzw. 33 Minuten am Wochenende. Je jünger, desto mehr Zeit wird allerdings investiert: 28 Prozent der 20- bis 29-Jährigen brauchen 31 bis 60 Minuten, zehn Prozent mehr als eine Stunde.

Vorfreude auf Friseur groß

Natürlich wollte man auch wissen, worauf sich die Österreicherinnen und Österreicher nach der Ausgangsbeschränkung am meisten freuen: Ganz vorn liegt hier ein Friseurbesuch mit Schneiden und Färben (38,5 Prozent). Einstweilen aber färben und tönen rund 20 Prozent der Österreicherinnen ihre Haare eigenhändig. Ansonsten freuen sich viele auch schon auf Maniküre und Pediküre (10,6 Prozent) sowie Wellness mit Therme und Sauna (6,4 Prozent).

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