Corona: Ein Familienmitglied steckt am ehesten an

Die meisten Infektionen mit dem Coronavirus entstehen durch im Haushalt lebende Personen.
Die meisten Infektionen mit dem Coronavirus entstehen durch im Haushalt lebende Personen.Getty Images/iStockphoto
Am häufigsten stecken sich Menschen bei einem Familienmitglied mit dem Coronavirus an, wie eine Meta-Studie zeigt.

Ein Großteil der Ansteckungen mit dem Coronavirus geschieht im eigenen Haushalt. Doch auch hier gibt es eine Tendenz bei Fällen, die zeigt, dass die Übertragung meist von einem Familienmitglied ausgeht. Die US-amerikanische Bundesagentur für Gesundheitsfragen konnte anhand einer größeren Metaanalyse zeigen, dass der eigene Lebenspartner die häufigste Infektionsquelle ist.

37,8 Prozent stecken sich bei ihrem Partner an

Für die umfangreiche Meta-Analyse wurden 54 Untersuchungen analysiert mit Daten von mehr als 77.700 Teilnehmern aus 20 verschiedenen Ländern. Bei dem Vergleich der Studien ermittelten die Forscher einen Wert von 37,8 Prozent von Covid-19-Infizierten, die das Virus an ihre Lebenspartner übertrugen. Diese Feststellung bestätigt die Ergebnisse einer früheren Studie vom November 2020. Diese fand heraus, dass 53 Prozent aller Menschen, die mit einem Corona-Patienten zusammen lebten, sich binnen weniger Tage ansteckten.

"Die Infektionsgefahr war am höchsten für Lebenspartner, gefolgt von anderen Familienmitgliedern und Verwandten. Alle hatten eine höhere Ansteckungsgefahr als andere Kontakte", so das Resultat der Studie, die am Montag, den 14. Dezember 2020 bei JAMA Network Open erschienen ist. Wie sich zudem erwies, war das Ansteckungsrisiko zwischen zwei Erwachsenen weit höher als zwischen einem Erwachsenen und einem Kind. Nur 16,8 Prozent der Kinder, die einem Corona-Infizierten als Familienmitglied ausgesetzt waren, steckten sich bei ihm an.

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