Zwei neue Corona-Fälle in Niederösterreich

Vertreter von Regierung und Einsatzorganisationen sowie Experten aus Forschung und Wissenschaft arbeiten im Einsatzstab des Innenministeriums an der Eindämmung des Coronavirus. Am Samstagvormittag wurde in der Wiener Herrengasse über den Stand der Dinge informiert. Bernhard Treibenreif, in anderer Funktion auch Cobra-Chef, und Brigitte Zarfl, Sektionsleiterin im Gesundheitsministerium, traten vor die Presse.
Zwei neue Infektionen in Niederösterreich
Es gebe zunehmend weitere Fälle von Corona-Infektionen, das sei "ein ganz normaler Verlauf. Wir haben damit gerechnet, dass das kommen wird", suchte Zarfl zu beruhigen. In Österreich gebe es mittlerweile neun bestätigte Erkrankungsfälle, zwei davon seien neu in Niederösterreich aufgetreten.
Das Ehepaar aus dem Bezirk Korneuburg hat sich bei jenem Wiener Schüler angesteckt, der bereits zuvor als Corona-Fall bekannt war. Die beiden sind im Bildungsbereich tätig und dürften mit der betroffenen Familie aus Wien befreundet sein. Unklar ist nach wie vor, wodurch ein älterer Corona-Patient mit dem Virus in Kontakt kam, der im Kaiser-Franz-Josef-Spital liegt.
Bisher keine Zwangsmaßnahmen nötig
Ziel des Einsatzstabes sei es nun, durch Informationskampagnen und rasches Handeln der Gesundheitsbehörden bei Verdachtsfällen weitere Ansteckungen zu verhindern. Von Quarantäne betroffene Personen hätten sich bisher ruhig verhalten und die Maßnahmen hingenommen – restriktiveres Vorgehen der Polizei sei nicht nötig gewesen.
Derzeit stehen 23 Schüler aus dem Erzbischöflichen Gymnasium in Hollabrunn unter häuslicher Quarantäne – sie und ihre Familien sind nun angehalten, sich auf Symptome zu beobachten. Besteht der Verdacht auf eine Ansteckung, wird er durch die Einsatzorganisationen abgeklärt.
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