Dachbodenfund: So schmecken 76 Jahre alte Kartoffeln

Ein Mann aus Bielefeld entdeckte auf dem Dachboden mehrere Kisten voller Kartoffeln aus dem Jahr 1944. Aus Neugierde probierte er sie.

Ein Jungunternehmer aus Bielefeld (Deutschland) betrat im Zuge anstehender Umbauarbeiten mit einem Kemptner den Dachboden. Dort entdeckten sie mehrere Kisten, die sichtlich in die Jahre gekommen waren. "Die sahen aus wie im Film", sagte Marius Rügge gegenüber der Nachrichtenagentur dpa, wie der "Spiegel" berichtet.

Im Inneren befanden sich Dosen voll mit getrockneten Kartoffeln. Der Beschriftung war zu entnehmen, dass sie für australische Streitkräfte bestimmt waren und aus dem Jahr 1944 stammen. "Ich kann mir vorstellen, dass sie dann in der Kriegs- oder Nachkriegszeit irgendwie in der Kohlenhandlung hier gelandet sind, die sich hier früher befand".

"Muffig"

Wäre doch schade, so gut konservierte Verpflegung zu entsorgen, dachte sich der Deutsche. "Da wird man natürlich neugierig". Die "dried potatoes" waren in Pommesform geschnitten und hatten eine Zubereitungsanleitung beigelegt. Nachdem er sie zwei Stunden in Wasser eingeweicht und schließlich in der Mikrowelle erwärmt hatte, probierte Rügge die Pommes mit etwas Ketchup.

Als "muffig-erdig und nur noch ganz entfernt nach eher mehliger Kartoffel" beschrieb er den Geschmack. Was jetzt damit passiert, ist noch unklar. "Vielleicht interessiert sich ja jemand dafür", denn aufessen wird er die Trockennahrung laut eigener Aussage eher nicht.

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