Daniela Fally opfert sich in "Rigoletto"

Um ausgerechnet einen Hofnarren an der Nase herumzuführen, bedarf es Mut und noch mehr Herzblut. Sopranistin Fally und ihr Alter Ego Gilda sind mit beidem gesegnet. Der Talk zur Premiere.

"Heute": Welcher Typ Mann ist Ihnen sympathischer: der scharfzüngige Spaßmacher oder der liebestolle Geldsack?

Daniela Fally: "Der Narr. Er ist ein intelligentes, menschenkennendes Wesen. Der Millionär hingegen ist zumindest bei Verdi eitel und verwöhnt. Man weiß nie, ob er zu echter Liebe fähig ist."

"Heute": Noch dazu bejammert er in der Kanzone "La Donna e mobile" die Launenhaftigkeit der Frauen. Ist da etwas dran?

Fally: Natürlich nicht. Frauen sind einfach nur wunderbare und mannigfarbige Wesen.

"Heute": Sind Sie nie zickig?

Fally: "Nein. Aber ich kann laut und deutlich werden, wenn ich beispielsweise mit Ungerechtigkeit konfrontiert werde."

"Heute": Warum war Verdi so rasend stolz auf dieses Werk?

Fally: "Rigoletto ist ein durch und durch gelungener Wurf. Sollte die Oper je aussterben – diese wird immer überleben."

"Heute": Gilda hält Ihren Vater zum Narren und opfert sich für den untreuen Herzog. Würden Sie es genauso machen?

Fally: "Ich kann Gilda auf jeden Fall verstehen. Uns eint eine starke, hingebungsvolle Liebesfähigkeit. Ich bin geradezu vernarrt in die Liebe."

Premiere ist am Samstag im Kaiserhof, am 19. 7. wird eine gekürzte Fassung für Kinder gezeigt.

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