"Deadpool 2": Antworten auf die wichtigsten Fragen

Wir haben den Film vorab gesehen und stehen Rede und Antwort. ACHTUNG, leichte SPOILER.
Die Geheimniskrämerei, die um "Deadpool 2"gemacht wurde, ist höchstens mit jener von Disney zu vergleichen, wenn es um "Star Wars" oder die "Avengers" geht: Maximale Promotion mit minimalen Plot-Details.

Im Verdunkeln, Tarnen und Täuschen erwies sich Twentieth Century Fox sogar noch effizienter als die Konkurrenz. Die Wendungen in "Deadpool 2" sind wahrlich Überraschungen und mit ein Grund für den hohen Unterhaltungswert des Films. Es wäre eine Schande, sie vorwegzunehmen.

Im folgenden Text verzichten unsere Kinoexperten Flo und Leo daher auf entscheidende SPOILER, aber ACHTUNG: Die eine oder andere Mini-Info findet sich im folgenden Text.

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Wie unterscheidet sich Deadpool von all den anderen Superhelden, die sich derzeit im Kino tummeln?

Leo: Keine Regeln, kein Blatt vor dem Mund, jeder Menge schwarzer Humor - das ist Deadpool. Und natürlich die fehlende Jugenfreigabe, ohne die das alles nicht möglich wäre.

Flo: Irgendwie schafft es Deadpool, in den Zuschauern sofort Sympathie für ihn zu erwecken. Es fällt enorm leicht, sich mit ihm zu identifizieren. Das bringen andere Superhelden nicht zustande.

"Deadpool" (2016) war bei Fans und Kritikern ein riesiger Hit. Kann "Deadpool 2" da mithalten?

Leo: Mithalten will der Film gar nicht. Oder eins draufsetzen, schräger, böser und brutaler sein. "Deadpool" war spitze, jetzt wollen die Fans einfach mehr von diesem Super-Anti-Helden sehen und genau das liefert die Fortsetzung.

Ein kleines Manko gibt es vielleicht. Comic-Movie-Reihen beginnen ja gewöhnlich mit einer Origin Story - wo kommt der Held her, wie entdeckte er seine Superkräfte, wie wurde er von ihnen geformt? Oft ist man froh, wenn man diesen Auftakt hinter sich hat und endlich die richtigen Geschichten losgehen. Aber "Deadpool" bekam die Origin Story einfach genial hin; ein klein wenig vermisst man so ein Fundament im Sequel.

Eigentlich unglaublich, das zu bemängeln. Aber das ist das eben bei Deadpool, hier ist alles anders.

Flo: Aus welchem Grund auch immer, aber der erste Teil hat es bislange nicht geschafft, von mir angesehen zu werden. Doch auch ohne das dabei mit ziemlicher Sicherheit erworbene Grundwissen über Deadpool hat mich der zweite Teil aus den Socken gehauen.

Wer ist der beste neue Mutant?

Flo: Schwere Entscheidung. Es läuft auf ein Unentschieden zwischen Firefist und Cable hinaus. Der kräftige Teenager mit dem noch kräftigerem neuseeländischen Akzent sorgt dank seiner Storyline für den "Star Wars"-Anstrich im "Deadpool"-Universum.

Der Zeitreisende Cable auf der anderen Seite ergänzt mit seinem trockenen Grant den hyperaktiven Deadpool wunderbar. Falls es durch irgendeinen glücklichen Zufall zu einem dritten Teil kommen sollte, wird man dem genialsten Leinwandpaar seit Bud Spencer und Terence Hill hoffentlich massenhaft Screentime geben.

Leo: Cable ist eine Urgewalt auf der Leinwand und mit seiner kompromisslosen No-Shit-Attitude der perfekte Gegenpart zu Deadpool. Der beste Neuzugang ist trotzdem Zazie Beetz als Domino. In den Trailern hieß es noch, ihre Superfähigkeiten (Glück!) würden sich nicht für's Kino eignen. Stimmt absolut nicht. Ihre genialsten Szenen hat Domino aber nicht Kampfeinsatz, sondern in den Wortgefechten mit Deadpool.

Was ist der böseste Gag?

Flo: Ohne zu viel zu spoilern, aber es sind tatsächlich so viele brilliant böse Gags, von denen allerdings keiner unter die Gürtellinie geht, als dass man sich jetzt einen herausnehmen müsste. Es ist schließlich ein Deadpool-Film.

Leo: Mit Sicherheit lässt sich das erst sagen, wenn der Film auf DVD erscheint. Schon im ersten Teil wurden ja für einzelne Szenen viele verschiedene Schmähs gedreht. Vergleicht man die "Deadpool 2"-Trailer mit der Leinwand-Fassung, merkt man sofort, dass das auch für die Fortsetzung gilt. Erst im Bonusmaterial der Heimkino-Edition werden also alle Gags enthalten sein.

Zu den Top 3 zählt aber mit Sicherheit ein Scherz, der auch schon in einer Vorschau zu sehen war. Als Deadpool mit Cable rangelt und sein Gegenüber fragt, ob er sicher nicht aus dem DC-Universum stamme, weil er doch so düster sei. Einfach großartig.

Ist die Post-Credits-Scene tatsächlich die beste aller Zeiten?

Flo: Auch hier soll noch nicht zu viel verraten werden. Wer sich allerdings beim ersten Abspann aus dem Kinositz erhebt und geht, der verpasst noch jede, und zwar wirklich jede Menge Spaß und wichtige Informationen.

Leo: "Deadpool 2" ist fantastisch, weil sich der Film einfach nichts sche*ßt. Das wird auch in der Abspann-Szene voll ausgekostet. Also ja, um aus dem Tweet eines "Deadpool"-Fans zu zitieren: "best post-credits-scene EVER".

Schon in den Trailern des Films war zu sehen, dass Deadpool die X-Force gründet. Eine Superheldentruppe mit Zukunft?

Leo: Twentieth Century Fox hat da ja schon einen eigenen Film geplant. Und Ryan Reynolds meinte, er sieht Deadpools Zukunft mehr als Teil der Truppe und weniger als Solo-Held. Also ja, die X-Force hat definitiv Zukunft. Ob die rosig aussieht, hängt davon ab, welche Helden da noch hinzustoßen.

Wer hat die beste Cameo?

Flo: Einer der neuen Mutanten, die Deadpool um sich schart, trägt den Namen Vanisher, der Verschwinder. Wie seine Bezeichnung verrät, bekommt man ihn nie zu sehen. Nur einen kurzen Moment lang wird seine Identität preisgegeben. Und das wird jedem Kinobesucher, der es in dem Sekundenbruchteil mitbekommt, einen großen Grinser ins Gesicht zaubern.

Leo: So ist es, da gibt es nichts mehr hinzuzufügen.

(fb, lfd)

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