Das macht Arnautovic zum besten West-Ham-Kicker

Marko Arnautovic spielt in Überform. "Heute" nimmt seine Glanzvorstellung gegen West Brom genau unter die Lupe.

Am Donnerstag steigt im Wembley das Londoner Derby zwischen Vizemeister Tottenham Hotspur und West Ham United. Zwischen den Klubs herrscht eine Rivalität. Die Hammers hoffen daher auf eine weitere Top-Leistung ihres neuen Lieblingsspielers: Marko Arnautovic.

Der Österreicher wechselte im Sommer für 22,3 Millionen Euro von Stoke City in die englische Hauptstadt. Seine ersten Monate beim neuen Klub gingen gehörig in die Hose. Außer einer Roten Karte und der dazugehörigen Sperre hatte Arnautovic bis zum Dezember nichts vorzuweisen. Die Fans wurden ungeduldig. Trainer David Moyes, der Slaven Bilic im November ablöste, nahm Arnautovic schon bei seiner Antrittsrede in die Pflicht, forderte mehr vom Neuzugang.

Matchwinner gegen West Brom

Der 28-Jährige lieferte. Im Dezember lief Arnautovic zur Überform auf, nahm diese auch ins neue Jahr mit. In den letzten sechs Premier-League-Matches sammelte er fünf Tore und einen Assist, ist damit hauptverantwortlich für den Aufschwung des krisengeschüttelten Klubs. West Ham steckt überraschend im Abstiegskampf fest.

Nur 48 Stunden vor dem Kracher gegen Tottenham zitterten sich die Hammers gegen den direkten Konkurrenten West Brom zum 2:1-Sieg. Andy Carroll erzielte beide Tore. Trotzdem wurde Arnautovic als Matchwinner gefeiert. Zurecht.

In der Nachspielzeit krönte der Österreicher seine sensationelle Leistung mit dem Assist zum Goldtor. Sein Kraftakt öffnete die rechte Abwehrseite der Gäste. Carroll musste nach "Arnies" Stanglpass nur mehr den Fuß hinhalten.

So dominierte "Arnie"



Arnautovic machte den Unterschied aus. Seine Vorarbeit beim 2:1 war dabei aber nur das letzte Puzzlestück einer grandiosen Vorstellung. Der ÖFB-Star war über die gesamte Spielzeit hinweg scheinbar überall zu finden. Mit seinem unnachgiebigen Pressing setzte er die gegnerische Abwehr unter Dauerdruck.

Seine Qualität bei eigenem Ballbesitz bereitete West Brom aber noch größeres Kopfzerbrechen. Arnautovic verzeichnete vier Flanken, sieben Dribblings, zwei Schüsse auf das Tor – einen konnte Ben Forster gerade noch parieren. 42 Prozent der West-Ham-Angriffe liefen über Arnautovic' linke Seite, nur 27 Prozent über rechts.

Keiner sprintete so häufig wie der Star-Angreifer. 74 Vollsprints gehen auf das Konto von Arnautovic. Zum Vergleich: Kollege Manuel Lanzini, zweiter in dieser Statistik, kam auf 18 weniger. Nur Lanzini (11,95 Kilometer) und Cheikhou Kouyate (11,57) liefen mehr als Arnautovic, der 11,23 Kilometer abspulte.

Mit 22 Pässen in der gegnerischen Hälfte ließ er auch das Leder laufen.

Arnautovic stieg binnen weniger Wochen zum Schlüsselspieler bei West Ham auf. Nun feiern ihn auch die eigenen Fans. Spätestens mit dem frechen Torjubel gegen Ex-Klub Stoke eroberte er die Herzen der Anhänger.

(SeK)

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