So gut/schlecht ist Elyas M'Barek beim Fremdflirten

In "Das perfekte Geheimnis" flirtet u.a. Elyas M'Barek fremd. Wir trafen ihn und Produzentin Lena Schömann am Red Carpet der Österreich-Premiere.

Sieben Freunde (die größten Stars des deutschen Kinos, u.a. Elyas M'Barek, Karoline Herfurth), ein Abendessen, eine Entscheidung mit katastrophalen Folgen: Jeder legt sein Handy auf den Tisch, jede Nachricht wird laut vorgelesen, jeder Anruf mit Lautsprecher angenommen. Das ist der Plot von "Das perfekte Geheimnis".

Schnell erkennen die Freunde, dass sie sich nicht so gut kennen, wie sie geglaubt haben. Jemand in einer fixen Beziehung bekommt Fotos einer Nackten, die sich verrenkt. Ein Fremdgänger wird von seiner Affäre per Anruf entlarvt, die Tochter brüskiert die Mutter, weil sie vor dem Vater über sie schimpft. Jeder bekommt sein Fett weg und jeder hat Dreck am Stecken. Manche allerdings mehr als die anderen.

Halber "Fack ju Göhte"-Cast wieder mit am Tisch

Am Tisch sitzen die neue A-Liga des deutschen Kinos Elyas M'Barek, Jella Haase und Karoline Herfurth (Zeki Müller, Lisi Schnabelstedt und Chantal aus "Fack ju Göhte"), Florian David Fitz ("100 Dinge"), Wotan Wilke Möhring ("Parfum"), Jessica Schwarz ("You Are Wanted") und Frederick Lau ("4 Blocks").

Ein Dutzend Länder machten den Italo-Filmhit nach

Der Stoff des italienischen Kinohits "Perfect Strangers (Perfetti sconosciuti)" schlug so beim Publikum ein, dass mehr als zehn Länder weltweit sich das Konzept krallten und ihren eigenen Kinofilm raushauten.

Trailer:

Dem deutschen Publikum auf den Leib geschrieben ... ?

Bei uns wird das Abendessen mit Katastrophenpotential ein Zusammentreffen der Superstars. Bora Datekin ("Türkisch für Anfänger", "Fack ju Göhte") konnte sich den heiß begehrten Stoff sichern, schrieb das Drehbuch dem deutschen Publikum auf den Leib und führte auch Regie. Seine Erkenntnis, was deutschsprachige von anderen Europäern unterscheidet: Sie wollen ein Happy End.

Einige gute Witze sind sehr wohl dabei, aber die Moral des Filmes könnte "Alles ist gut, solang du nicht dabei erwischt wirst" oder "Wenn alle Stricke reißen, hau jemanden ordentlich aufs Maul" heißen.

Sieben Stars ... und keinen will man kennen

"Das perfekte Geheimnis" lockt mit dem Versprechen ins Kino, einen lustigen Kinoabend zu verbringen. Und ja, "Fack ju Göhte"-Regisseur Bora Datekin, bringt das Publikum oft zum Lachen. Beim Heimgehen freut man sich aber hauptsächlich darüber, dass man mit diesen sieben Ungusteln, denen man gerade zwei Stunden zugeschaut hat, nicht selbst befreundet ist. Ein Kebab allein auf der Straße würde mehr Spaß machen. Und man könnte vielleicht sogar nette, neue Leute kennenlernen.

Elyas M'Barek verriet, was er davon hält, wenn andere in seinem Handy stöbern

"Heute" passte Elyas M'Barek und Produzentin Lena Schömann am Red Carpet der Wien-Premiere ab und bohrte nach:

"Heute": Elyas, in einem Interview hast du erwähnt, dass du handysüchtig bist. Hast du, seitdem du den Film gemacht hast, eine andere Einstellung, was du deinem Handy anvertraust?

Elyas M'Barek:Ich pass da immer gleich auf. Ich fände es einen großen Vertrauensmissbrauch, wenn andere Leute in mein Handy kucken.

"Heute": Würdest du dein Handy freiwillig jemandem geben?

Elyas M'Barek: Klar. Wenn ich jemandem vertraue und weiß, der stöbert da nicht rum, natürlich. Ich lasse Leute ja auch in meine Wohnung.

"Heute": Du hast schon sehr viel mit Karoline Herfurth zusammen gedreht, jetzt seid ihr weider ein Paar. Wie schwer war es, dass du beim "Das perfekte Geheimnis"-Dreh nicht in deine Rolle als Zeki (aus "Fack ju Göhte", Anm.) gefallen bist?

Elyas M'Barek:Überhaupt nicht schwer. Das ist wie mit jeder anderen Figur. Du hast das Drehbuch und jede Rolle ist einzigartig und ich hab da keine Probleme eine andere Rolle zu spielen. Der Zeki Müller ist abgeschlossen und die Figur, die ich hier in dem Film spiele, ist eine ganz andere.

Produzentin Lena Schömann im Interview

Die kniffligste Frage bekam Produzentin Lena Schömann vorgesetzt.

"Heute": Es gibt weit über zehn Adaptionen des Stoffs von "Das perfekte Geheimnis"und die meisten gehen nicht so gut aus wie die deutsche. Warum braucht das deutsche Publikum ein Happy End?

Produzentin Lena Schömann: Wir haben uns alle Remakes angeschaut, die es gibt. Das sind 10 bis 12 gewesen, damals als wir gedreht haben. Wir haben sie analysiert und Marktforschung gemacht. Wir haben zum Beispiel den italienischen Film. (das Original heißt "Perfetti sconosciuti/Perfect Strangers", Anm.) deutsch untertitelt und einem Testpublikum gezeigt. Und es war wirklich so, dass es 50:50 war, dass die Leute das Ende entweder nicht verstanden haben oder irgendwie unzufrieden waren. Da dachten wir uns, da müssen wir was machen. Wir wollen schon gerne einen kommerziellen Film machen, einen Film der unterhält und bei dem man mit einem guten Gefühl rausgeht und deshalb haben wir das Ende noch einmal überarbeitet.

Plus Bora (Anm.: Datekin, Regisseur), wenn er einen Job anpackt, dann bringt er da sehr viel eigene Sachen rein und insofern haben wir uns mit dem Remake auch am weitesten entfernt vom Original von allen Ländern.

"Heute": Die Version welchen Landes hat dir am besten gefallen?

Produzentin Lena Schömann: Die koreanische (heißt ebenfalls "Perfect Strangers, Anm.) ist richtig cool, weil die einen ganz anderen Ansatz hat. Das ist auch dramatischer an einigen Stellen. Man kann die kulturellen Unterschiede feststellen und sie waren auch visuell sehr spannend. Anders als alle anderen. Sie haben sich auch mehr getraut. Eine sehr frische Art. Und es gibt ein paar Ideen, die in den anderen Remakes nicht drin waren. Sie waren am innovativsten.

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