Das steigert das Risiko, an Demenz zu erkranken

Demenz trifft Diabetes-Kranke häufiger.
Demenz trifft Diabetes-Kranke häufiger.
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Diabetes hat einen hohen Einfluss auf die Blutgefäße im Körper. Damit verbunden ist ein höheres Krankheitsrisiko. Laut Studie auch für Demenz.

Das Auftreten von Typ-2-Diabetes ist aufgrund der Bevölkerungsalterung, zunehmendem Übergewichts, Bewegungsmangel und energiereicher Ernährung gestiegen. Mehr als 90 Prozent der Menschen mit Diabetes haben Typ-2-Diabetes. Diabetes ist mit einem höheren Risiko für Blutgefäß-Erkrankungen und Sterblichkeit verbunden.

In einer neuen Studie wollte man den Zusammenhang zwischen dem Alter bei Diabetesbeginn und dem Auftreten von Demenz anhand von Daten aus der Lebensmitte bis zum hohen Alter untersuchen. Unter 10.095 Teilnehmern (davon 67,3 Prozent Männer im Alter von 35-55 Jahren) wurden insgesamt 1710 Fälle von Diabetes und 639 Fälle von Demenz über einen durchschnittlichen Follow-up von 31,7 Jahren erfasst.

Je früher, desto höher das Risiko

Es zeigte sich, dass Personen im Alter von 70 Jahren, die kürzlich eine Typ-2-Diabetes-Diagnose bekamen, kein höheres Demenzrisiko aufwiesen als Personen ohne Diabetes. Bei Personen, bei denen Diabetes mehr als 10 Jahre zuvor diagnostiziert worden war, sah es jedoch anders aus. Sie wiesen das doppelte Demenzrisiko im Vergleich zu gleichaltrigen Personen ohne Diabetes auf. Insgesamt stieg das Demenzrisiko im Alter von 70 Jahren um 24 Prozent für jeweils fünf Jahre, in denen Personen mit Diabetes gelebt hatten. Ein spät einsetzender Diabetes stand nicht mit einer späteren Demenz in Zusammenhang.

Schäden durch chronisch erhöhten Zuckerspiegel

Offensichtlich bedingt die längere Krankheitsdauer eine Zunahme der Schäden, die durch Diabetes ausgelöst werden. Es wird angenommen, dass ein chronisch erhöhter Blutzuckerspiegel im Laufe der Zeit große und kleine Blutgefäße im Körper schädigt. Das beeinträchtigt auch den Blutfluss zum Gehirn. Dies ist vermutlich ein Grund, warum Diabetes mit Demenz in Zusammenhang steht.
Die Behandlung von Diabetes wiederum kann Episoden von niedrigen Blutzuckerspiegeln verursachen, was sich über längere Zeiträume ebenfalls nachteilig auf das Gehirn auswirken könnte. Andere Studien zum Thema zeigen jedoch auch, dass Personen mit gut kontrolliertem Diabetes einen langsameren geistigen Verfall zeigen als diejenigen mit schlechter Krankheitskontrolle.

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