Der Hut brennt

Am 11. Oktober 2015 gelang Michael Häupl Erstaunliches. Umfragen, Experten, Parteifreunde - viele hatten schwarzgesehen und dem Roten in Wien ein blaues Wunder prophezeit.Aber Strache war vielen nicht grün, bei der Landtagswahl holte der alte Fuchs Häupl dank eines genialen Wahlkampfes fast 40 Prozent. Die FPÖ, bei der ersten ORF-Hochrechnung sogar noch in Front, war besiegt.

Am 11. Oktober 2015 gelang Michael Häupl Erstaunliches. Umfragen, Experten, Parteifreunde – viele hatten schwarzgesehen und dem Roten in Wien ein blaues Wunder prophezeit.Aber Strache war vielen nicht grün, bei der Landtagswahl holte der alte Fuchs Häupl dank eines genialen Wahlkampfes fast 40 Prozent. Die FPÖ, bei der ersten ORF-Hochrechnung sogar noch in Front, war besiegt.

467 Tag danach erstaunt die SPÖ erneut. Statt den Erfolg genutzt zu haben, präsentiert sich die Partei als Dschungelcamp, in Lagerkämpfe verstrickt, personell altbacken, viele Baustellen der Stadt (Kindergärten, Spitäler, Soziales) wirken verwaist. Die Rechnung dafür kommt prompt. Die FPÖ liegt laut "Heute"-Umfrage überlegen vorn, Häupl kommt auf 31 Prozent. Alarmierender: Nur 31 Prozent sagen, 2015 die SPÖ gewählt zu haben.

Dass sich Menschen genieren zuzugeben, den Roten ihre Stimme gegeben zu haben, ist neu. "Unterdeklaration" nennen das Meinungsforscher. Das gab es früher nur bei der FPÖ. Um es klar zu sagen: Der SPÖ laufen die Wähler davon. Am Landesparteitag heute sollte Häupl wieder überraschen. Sonst wird seine Partei bald aus dem Camp gewählt.

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