Designer Hilfiger möchte Melania Trump einkleiden

Bild: imago stock&people

Tommy Hilfiger ist für seine amerikanische Modelinie bekannt geworden. Neben Ralph Lauren und Calvin Klein ist er Fixstern der US-Modebranche und seit Jahrzehnten erfolgreich. Jetzt spricht er sich dafür aus Melania Trump einzukleiden.

Tommy Hilfiger ist einer der großen Designer, die zum ersten Mal sich dafür aussprechen die nächste First Lady Melania Trump einzukleiden. 

Bisher war der Gegenwind groß. Dass die Modewelt mit einem Donald Trump als US-Präsident nicht glücklich ist, haben viele kaum verbergen können und in sozialen Medien protestiert. Kaum zwei Wochen nach der Wahl scheint jetzt ein Umdenken statt zu finden, zumindest bei Star-Designer Tommy Hilfiger. Nicht verwunderlich, schließlich haben sich in der Vergangenheit First Ladies auch als starke Umsatzbringer für Marken gezeigt.

So war Michelle Obama besonders für junge, amerikanische Designer, wie Jason Wu oder Brandon Maxwell, ein Karriere-Boost und Ritterschlag. Nicht zu vergessen Jackie Kennedy, die mit ihren Pillbox-Hüten und Valentino-Kleidern Modegeschichte die Mode der 60er Jahre schrieb. 

Dass Mode in den letzten Tagen in den USA auch stark politisch aufgeladen wurde, zeigte ein Twitter-Statement der Sneaker-Marke "New Balance". Einen Tag nach der Wahl wurde ein Sprecher der Marke mit den Worten: "Bei Obama sind wir auf taube Ohren gestoßen, mit President-elect Trump spüren wir, dass sich die Dinge in die richtige Richtung bewegen." Damit war eine Ablehnung der Marke gegenüber dem Freihandelsabkommen TPP gemeint. 

New Balance: "The Obama admin turned a deaf ear to us & frankly w/ Pres-Elect Trump we feel things are going to move in the right direction"
— Sara Germano (@germanotes)
Als Antwort darauf verbrannten "New Balance"-Träger ihre Schuhe und stellten Videos davon auf Facebook und Twitter. Ein Neonazi-Blogger ernannte daraufhin "New Balance" als Marke weißer Rassisten. Wie stark sich dies auf das Markenimage und Verkaufszahlen auswirken wird, ist jetzt noch nicht abschätzbar. 

Zwar war es ein belangloses Statement von Tommy Hilfiger ("Ich finde Melania ist eine wunderschöne Frau, jeder Designer sollte darauf stolz sein sie einkleiden zu dürfen.") gegenüber der Presse, doch angesichts der starken Opposition gegenüber Trump in der Modebranche, lässt es doch aufhorchen. 

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