Deutlich weniger Schlepper aufgegriffen

Aufgegriffene illegale Grenzgänger 2008-2016; Herkunft der Geschleppten.
Aufgegriffene illegale Grenzgänger 2008-2016; Herkunft der Geschleppten.Bild: picturedesk.com

Nach der Migrationswelle 2015 ist die Zahl der nach Österreich geschleppten Personen 2016 deutlich gesunken. Dennoch liegen sie weit über jenen aus 2014.

Insgesamt wurden im Vorjahr laut Schlepperbericht des Innenministeriums 50.848 Personen aufgegriffen, das ist ein Rückgang um knapp die Hälfte (46 Prozent) gegenüber 2015. Im Jahr davor wurden 34.070 Menschen aufgegriffen, die unberechtigt nach Österreich eingereist waren. 27.850 der aufgegriffenen Personen waren mithilfe von Schleppern über die Grenze gekommen. 2015 waren es noch 72.179 gewesen.

Schlepper sind junge Männer

Die Zahl der Schlepper sank von 1.108 (2015) auf 249 Personen. Schlepper sind hauptsächlich Männer (93 Prozent), im Schnitt zwischen 20 und 40 Jahre alt. Die meisten waren im Vorjahr Rumänen (30), gefolgt von Ungarn (29), Pakistan (17) und Serben (14).

Meisten geschleppten Personen stammen aus Afghanistan

Bei den geschleppten Personen handelt es sich bei 76 Prozent um Männer. Den größten Anteil stellen mit 40 Prozent die 19- bis 30-Jährigen. Jede fünfte geschleppte Person war allerdings Teenager (15- bis 18 Jahre), neun Prozent waren nicht älter als sieben Jahre.

Die meisten geschleppten Personen kamen 2016 aus Afghanistan (9.445), Syrien (2.880), Irak (2.134) und Iran (1.850). Seit Sommer 2016 verzeichnete das Innenministerium aber eine steigende Anzahl von aus Afrika stammenden Geschleppten.

Innenminister Wolfgang Sobotka (VP) erklärt: "Wir sehen ganz deutlich, dass die Schwerpunktkontrollen im grenznahen Bereich Wirkung zeigen." Er will weitere Schwerpunktaktionen setzen. Die meisten Grenzübertritte erfolgten 2016 aus Ungarn (42,9 Prozent), vor Italien (36,2 Prozent) und Slowenien (17,2 Prozent). (uha)

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