Deutscher Helfer zog totes Flüchtlingsbaby aus Meer

Wieder schockt ein Flüchtlingsdrama die Welt und ein Bild wird zum Symbol der humanitären Katastrophe: Ein deutscher Helfer der Organisation Sea Watch zog am Freitag die Leiche eines Babys aus dem Meer. Das Kind war vor der Küste von Libyen ertrunken. Überlebende eines gekenterten Flüchtlingsschiffs berichteten von mehr als 700 Menschen, die gestorben sein dürften.

Wieder schockt und ein Bild wird zum Symbol der humanitären Katastrophe: Ein deutscher Helfer der Organisation Sea Watch zog am Freitag die Leiche eines Babys aus dem Meer. Das Kind war vor der Küste von Libyen ertrunken. Überlebende eines gekenterten Flüchtlingsschiffs berichteten von mehr als 700 Menschen, die gestorben sein dürften.

Hilfsorganisationen hatten in den vergangenen drei Tagen gemeinsam mit der Küstenwache tausende Menschen gerettet, trotzdem werden anhand von Schiffswracks und Augenzeugenberichten hunderte Tote befürchtet. Im Fall des ertrunkenen Babys wurde der Leichnam von Sea Watch mit 44 anderen toten Menschen im Mittelmeer geborgen. 135 Menschen konnten noch lebend vom der Crew an Board gerettet werden.

Sea Watch forderte mit der Veröffentlichung des Bildes einmal mehr, Flüchtlingen eine sichere Fluchtroute zu gewähren. Bewegend ist die Stellungnahme des deutschen Helfers, der das Baby aus dem Wasser zog: Er sei selbst dreifacher Vater und Musiktherapeut und habe in diesem Moment das Baby vorsichtig in den Arm genommen und zu singen begonnen, um mit der Situation umgehen zu können. 

Das Bild erschüttert - ebenso wie jenes des , der im September 2015 an der türkischen Mittelmeerküste an Land gespült wurde.

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