Nur 16 Prozent wieder im Regelunterricht

Seit diesem Schuljahr gibt es die neuen Deutschförderklassen. Jetzt zeigt sich, dass es große Unterschiede zwischen den Bundesländern gibt.

8.700 Schüler werden österreichweit in Deutschförderklassen unterrichtet, die meisten davon in Wien und hier wiederum in Volksschulen. Daneben gibt es noch weitere integrative Förderkurse und Förderklassen. Zusammen betreffen diese Maßnahmen aktuell rund 32.600 Schüler. Das sind laut einem Beitrag im Ö1 Morgenjournal um 2.700 weniger als zu Beginn des Schuljahres.

Unterschiedliche Beurteilungskriterien

Wenn es darum geht, ob Schüler von der Deutsch-Förderklasse wieder in den "normalen" Unterricht zurückkommen können, gibt es enorme Unterschiede innerhalb der Bundesländer, wie sich nun zeigt. Der Grund: Unterschiedliche Beurteilungskriterien, wie Bildungsminister Heinz Faßmann am Dienstag im Morgenjournal erklärte.

Rund 16 Prozent jener Schüler, die im letzten Wintersemester eine Deutschförderklasse besucht hatten, konnten mit dem neuen Sommersemester wieder in den Regelunterricht wechseln. Während das in Oberösterreich auf 26 Prozent zutrifft, sind es in Niederösterreich nur 3,6 Prozent.

Standardisierter Test ab neuem Schuljahr

"Man muss annehmen, dass hier unterschiedliche administrative Praxen eine wesentliche Rolle spielen", erklärt Faßmann. Der Sprachfortschritt werde noch ganz unterschiedlich bewertet, denn einen einheitlichen Test dafür gibt es noch nicht. "Der ist noch nicht in der Praxis angekommen, sondern wird erst verpflichtend im nächsten Schuljahr eingeführt werden", so der Bildungsminister. Konkret soll der standardisierte Deutsch-Überprüfungstest den Bildungsdirektionen ab April zur Verfügung stehen.

Eine Bilanz möchte Faßmann jetzt noch nicht ziehen, schon gar nicht über den Platz- und Personalmangel, der von einigen Seiten beanstandet wurde: "Für ein endgültiges Urteil ist es noch zu früh", meint der VP-Minister.

(ek)

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Maria Theresia von ÖsterreichGood NewsPolitikMartin SchulzHeinz Faßmann

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