Dicker Bauch, zarte Finger

Er war Hilfsarbeiter und verdiente 70 Euro pro Woche. Dann bekam Phil Taylor (GB) Dartpfeile geschenkt. Heute ist The Power Millionär und greift bei der WM in London nach seinem 16. Titel. Der Wahl-Wiener Didi Burger ist schon gescheitert: Warum Phil so gut ist, weiß ich auch nicht, sagt er.

Taylor trainiert nicht mehr als ich, im Kopf ist er aber besser, weiß Burger, im Brotberuf Bauarbeiter. Im legendären Alexandra Palace scheiterte der 42-Jährige in der Vorrunde um Haaresbreite. Ich hatte vier Matchdarts. 2000 feiernde Briten brachten mich dann aus dem Rhythmus. Der Trost: 3000 Euro, ein Riesenerlebnis und mein größter Erfolg. Experten glauben, dass Taylor (er fährt Jaguar und verkauft seine Darts um 60 Euro) heuer schwächelt und den 16. WM-Titel verpasst. Burger: Der Sieg führt über ihn.   

Heute (ab 21 Uhr/live Sport 1) bestreitet er sein Achtelfinalspiel. Für den englischen Guardian ist Taylor schon jetzt eine Ikone. Er ist Ali, Frazier und Foreman in einem, analysiert er treffend.  

Martin Huber

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