Dieser irakische General lehrt IS-Jihadisten das Für...

Bild: AP/Heute.at-Montage

Die irakische Armee ist auf dem Vormarsch gegen die Terrormiliz "Islamischer Staat". Die jüngsten Siege über die Jihadisten im Norden des Landes sind vor allem einem Mann zu verdanken: General Abdul-Wahab al-Saadi. Mit nur 225 Soldaten, einem Panzer und einigen gepanzerten Fahrzeugen brach er auf, um die strategisch wichtige Stadt Baiji zurückzuerobern.

Die irakische Armee ist auf dem Vormarsch . Die jüngsten Siege über die Jihadisten im Norden des Landes sind vor allem einem Mann zu verdanken: General Abdul-Wahab al-Saadi. Mit nur 225 Soldaten, einem Panzer und einigen gepanzerten Fahrzeugen brach er auf, um die strategisch wichtige Stadt Baiji zurückzuerobern.

Als der irakische Verteidigungsminister Khalid al-Obeidi am 8. Dezember auf dem Militärstützpunkt in Tikrit ankommt, erwartet ihn dort ein auf den ersten Blick unscheinbarer Mann. Er trägt weder Uniform noch Rangabzeichen, nur normale Kleidung und eine Mütze.

Der hagere, großgewachsene Mann ist General Abdul-Wahab al-Saadi, der Kommandeur, dem die Zentralregierung die jüngsten Siege über die IS-Fundamentalisten im Norden des Landes zu verdanken hat.

Aufbruch in Richtung Norden

Anfang November brach al-Saadi von der - nach wie vor von IS-Verbänden bedrohten - Haupstadt Bagdad aus in Richtung Norden auf. Mit nur 225 Soldaten, einem einzelnen amerikanischen Abrams-Panzer, einigen Mörsern, zwei Artilleriegeschützen und 40 gepanzerten Geländefahrzeugen machte er sich daran, die Stadt Baiji, 250 Kilometer nördlich von Bagdad aus den Händen der Terrormiliz zu befreien.

Nach nur einem Monat am Ziel

Nur einen knappen Monat später fiel Baiji. Die strategisch wie wirtschaftlich wichtige Stadt war Ende Juli von den IS-Kämpfern in einem regelrechten Blitzkrieg überrannt und besetzt worden. In der Stadt befindet sich nicht nur eine wichtige Ölraffinerie, sie liegt auch ziemlich genau auf halbem Weg zwischen Bagdad und Mossul, der größten und wichtigsten irakischen Stadt in der Hand des "Islamischen Staates".

Der Vormarsch auf Baiji war schleppend. Die letzten 40 Kilometer auf dem Weg zur Stadt ging es nur mehr im Schritttempo. Wegen unzählige Sprengfallen und Selbstmord-Angriffen von IS-Fanatikern war höchste Vorsicht geboten.

Der beschwerliche Vormarsch entmutigte die Soldaten aber keineswegs. Im Nu umzingelten sie Baiji und vertrieben die Jihadisten nach harten Kämpfen endgültig aus der Stadt. Nach der Befreiung der Stadt selbst, gingen die siegreichen Soldaten unter al-Saadi dazu über, die umliegenden Dörfern aus der Hand der Islamisten zu befreien.

Wichtiger Sieg

Die Rückeroberung der Raffineriestadt Baiji ist der bisher größte militärische Erfolg der irakischen Armee. Der Sieg beflügelt nicht nur die Hoffnung und Moral der irakischen Truppen. Siege wie dieser und der erfolgreiche Verteidigungskampf nehmen den IS-Kämpfen endgültig den Ruf, unbesiegbar zu sein.

Auch die Kurden, die seit Beginn der Kampfhandlungen im Sommer den Widerstand gegen den "Islamischen Staat" im Nordirak aufrecht erhalten, dürfen neuen Mut schöpfen.

 

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