Dieses Beauty-Produkt ist in Thailand jetzt verboten

Damit das Urlaubsparadies noch lange eines bleibt, zieht Thailand jetzt die Notbremse.
Damit das Urlaubsparadies noch lange eines bleibt, zieht Thailand jetzt die Notbremse.Getty Images
Bestimmte Inhaltsstoffe in Sonnencremes stehen unter Verdacht, Korallen zu schädigen. Thailand verbannt diese Cremes nun aus seinen Nationalparks.

Sonnencremes geraten immer wieder in die Kritik. Erstens wegen ihrer potentiell hormonellen Wirkung auf den Körper und zweitens, weil die chemischen Filter das Ökosystem in den Gewässern zerstören. 

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Laut der amerikanischen Meeresbehörde NOAA gelangen weltweit jedes Jahr etwa 4.000 bis 6.000 Tonnen Sonnencreme in die Ozeane. Durch die gefährlichen Inhaltsstoffe drohen zehn Prozent der Korallenriffe auszubleichen. Laut Forschern der Universität Bremen sind bereits 30 Prozent aller Korallenriffe weltweit verloren. Im Januar 2021 hat der US-Bundesstaat Hawaii den Verkauf von Sonnenschutz mit Oxybenzon oder Octinoxat verboten.

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Thailand zieht jetzt nach und verbietet ab sofort den Gebrauch von Sonnencreme in den maritimen Nationalparks. Konkret verboten sind Lotionen, die Oxybenzon, Octinoxat, 4-Methylbenzylidencampher oder Butylparaben enthalten. Die Wohltätigkeitsorganisation "Save the Reef" hat eine praktische Übersicht dazu veröffentlicht, welche Sonnenlotionen "rifffreundlich" sind – und welche man meiden sollte.

2.600 Euro Geldstrafe droht

Das thailändische Department of Conservation sagte, dass vier der Inhaltsstoffe, die üblicherweise in Sonnencremes vorkommen, Korallenlarven zerstören, die Korallenvermehrung behindern und Riffbleiche verursachen. Jeder, der gegen das Verbot verstößt, kann mit einer Geldstrafe von bis zu 100.000 Baht (umgerechnet etwa 2.600 Euro) belegt werden.

Ungefährliche Alternativen

Mineralischer Sonnenschutz ist die Alternative zur konventionellen Sonnencreme. Er liegt auf der Haut auf, dringt aber nicht in sie ein. Der Schutz besteht aus natürlich weißen Farbpigmenten, nämlich mineralischen Mikropartikeln namens Titandioxid oder Zinkoxid. Beide Partikel reflektieren die UV-Strahlung wie kleine Filter und schirmen die Haut vor Sonneneinstrahlung ab. So wird die Haut geschützt.

Chemische und mineralische Filter im Vergleich:

Mineralische Sonnenschutzmittelwirken oberflächlich und physikalisch, die UV-Strahlen prallen sozusagen an der Haut ab. Sonnencreme ohne Chemie reizt die Haut nicht, da sie aus natürlichen Inhaltsstoffen besteht. Daher ist ein mineralischer Schutz für Allergiker, Schwangere, stillende Mütter, Babys und Menschen mit sehr empfindlicher Haut geeignet. Zudem dringen keine Chemikalien oder mögliche Hormone in die Haut ein.

Chemische UV-Filter dringen dagegen in die Haut ein und wandeln aufgrund einer chemischen Reaktion die UV-Strahlung in Wärme um, die dann an die Haut abgegeben wird. Zudem stehen chemische Filter im Verdacht, hormonell im Körper zu wirken. Eventuelle Spätschäden sind noch unbekannt.

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