Doku: Zwergschimpansen regeln Alltag mit Sex!

Make Love, Not War – meinen die Bonobos und herzen sich aus Leidenschaft. Mehr dazu am 4.4. in der Doku "Die wunderbare Welt der Affen".
Die Nase eine Mannes gilt als aufschlussreiches Kriterium, warum sollte das beim Nasenaffen anders sein? Genauso, wie die breiten Backen des Orang-Utans oder der silberne Rücken des Gorillas haben die Merkmale haben dieselbe Bedeutung: „Erspar dir den Kampf, der Boss hier bin ich!"

Hippies unter den Primaten

Andere Affenarten bauen weniger auf Äußerlichkeiten als vielmehr auf tatkräftige Aktionen: So halten etwa die Mantelpaviane ihre strenge Familienhierarchie mit roher Gewalt aufrecht. Bei den Japanmakaken wird Status vererbt, während sich die Berberaffen in der Rangordnung hochdienen müssen, indem sie sich mit fremden Federn schmücken: Sie „borgen" sich Jungtiere aus und bringen sie den Ranghöheren als Präsent. Die Bonobos wiederum können als Hippies unter den Primaten bezeichnet werden. Ganz nach dem Motto „Make Love, Not War" regelt Sex das Zusammenleben und schafft etwa Streit aus der Welt.

Hierachie, Vertrauen und Missgunst

Bisher unbeobachtetes Sozialverhalten legt offen, wie grundverschieden und kompliziert die gemeinschaftlichen Lebensstile der einzelnen Primatenarten konstruiert sind – und welche Herausforderung sie Tag für Tag für das einzelne Tier darstellen. Denn jedes Clanmitglied hat zwei widersprüchliche Rollen zu erfüllen: die Rolle des Teamplayers und die Rolle des Einzelkämpfers. Der Einzelkämpfer ist besonders gefordert: Er muss seinen Platz in der Gruppe finden und diesen ferner ständig neu behaupten. Jovialer Zusammenhalt und strenge Hierarchie, Vertrauen und Missgunst, Sicherheit und Gewalt – das Sozialverhalten der Primaten ist vielseitig.

Primaten:
Zu den heute lebenden Primaten gehören eine große Zahl sehr unterschiedlicher Formen und Funktionstypen. Die morphologische Vielfalt unter den heute lebenden Vertretern ist enorm: Sie reicht von dem kleinen ca. 30 g leichten Zwergmausmaki auf Madagaskar bis hin zum ca. 200 kg schweren Gorillamännchen auf dem afrikanischen Kontinent. Die Verbreitung der nichtmenschlichen Primaten reicht von den Halbaffen Madagaskars bis hin zum Orang-Utan in Sumatra und im Tiefland von Borneo. Durch die fortschreitende Zerstörung des Lebensraumes, z. B. des tropischen Regenwaldes, nimmt die Zahl der bedrohten Arten dramatisch zu.
Ausgeklügelte Kommunikation

Welche erstaunlichen Strategien des Zusammenlebens Primaten bisher entwickelt haben und wie ausgeklügelt Kommunikation innerhalb der Gruppe funktioniert, zeigt der zweite, von Giles Badger und Rosie Thomas gestaltete Teil des „Universum"-Dreiteilers „Die wunderbare Welt der Affen" (deutsche Bearbeitung: Doris Hochmayr) am Dienstag, dem 4. April 2017, um 20.15 Uhr in ORF 2. Die dritte und letzte Folge der BBC-Serie folgt am Dienstag, dem 11. April, um 20.15 Uhr in ORF 2.

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KulturTVORFMaria Dorner

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