Doppelpack-Hosiner: "Traum ging in Erfüllung"

Mit einem 6:0-Kantersieg schoss sich das ÖFB-Team gegen Färöer für das schwierige Auswärtsspiel in Irland (Dienstag) warm. Viel Lob erntete der zweifache Torschütze Philipp Hosiner. Färöer-Teamchef Lars Olsen behauptet sogar, dass Österreich durchaus gute Chancen für den Rest der WM-Qualifikation hat.

Mit einem schoss sich das ÖFB-Team gegen Färöer für das schwierige Auswärtsspiel in Irland (Dienstag) warm. Viel Lob erntete der zweifache Torschütze Philipp Hosiner. Färöer-Teamchef Lars Olsen behauptet sogar, dass Österreich durchaus gute Chancen für den Rest der WM-Qualifikation hat.

"Die Österreicher waren heute viel besser als wir. Das Spiel hat für uns schlecht begonnen, wir haben schon nach wenigen Sekunden eine große Chance zugelassen und sind dann 10, 15 Minuten lang sehr nervös gewesen", analysierte Olsen die Leistung seiner Truppe und streute der ÖFB-Elf Rosen: "Wenn ich die Leistung der österreichischen Mannschaft heute mit der Leistung der Schweden auf den Färöern vergleiche, war Österreicher viel besser als Schweden."

Janko lobt Hosiner

Einer der herausragenden Akteure war Philipp Hosiner, der in seinem zweiten Länderspiel erstmals in seiner Karriere in der Startelf stand. Dies "verdankte" er Marc Janko, der sich beim Aufwärmen verletzte. "Beim Abschlusstraining haben die Adduktoren ein bisschen zugemacht. Wir haben beschlossen, dass wir kein Risiko eingehen und schauen, dass ich gegen Irland zu 100 Prozent fit bin", erklärte der Türkei-Legionär und meinte über seinen Ersatzmann: "Philipp hat seine Sache sehr gut gemacht."

Koller froh über Hosiner-Tore

Zwar vergab der 27-fache Saisontorschütze gleich zu Beginn zwei hochkarätige Chancen, beim dritten Versuch klappte es aber und es stand 1:0 (8.). Zwölf Minuten später vervollständigte er seinen Doppelpack - nach einem Abwehrfehler der Färinger umkurvte er den Goalie und netzte ein. "Wir wissen ja was er draufhat, was er kann, er hatte das bei uns noch nicht gezeigt, heute hat er aber seine Chance genutzt. Wir sind froh, dass er die Tore gemacht hat, er hätte auch noch Chancen für mehr Tore gehabt", meinte Marcel Koller.

Hosiner: "Nach dem 1:0 war der Knoten geplatzt"

Gewohnt bodenständig beurteilte Hosiner seine eigene Leistung: "Die Freude ist natürlich sehr groß, leider bin ich aber nur durch die Verletzung von Marc in die erste Elf gerutscht. Ich habe unerwartet die Chance bekommen und denke, dass ich sie genutzt habe. Ich habe meinen Teil zum Erfolg beitragen können. Ich bin sehr gut reingekommen in die Mannschaft, bin gleich zu sehr guten Chancen gekommen und nach dem 1:0 war der Knoten geplatzt."

Der Burgenländer durfte über die volle Distanz durchspielen, was ihm bei seinem Teamdebüt noch verwehrt blieb. 2011 wurde er in Aserbaidschan zwei Minuten vor dem Ende eingewechselt, konnte dadurch höchstens ein paar Atemzüge Teamluft schnuppern. Ein Doppelpack im zweiten Spiel ist dann umso besonderer: "Es ist ein Traum von mir gewesen als kleiner Bursch, im Nationalteam zu treffen, es ist super, dass der in Erfüllung gegangen ist."

Koller: "So muss man spielen"

Neben Hosiner sorgten Ivanschitz (28.), Junuzovic (77.), Alaba (78.) und Garics (82.) für den höchsten Sieg seit dem 7:0 gegen San Marino 1999. "Wir haben uns das natürlich gewünscht, aber man kann nicht davon ausgehen", berichtete der ÖFB-Teamchef. "Wir haben unsere Sache heute sehr gut gemacht. In der ersten Hälfte haben wir gut gespielt, gut kombiniert, hatten eine gute Bewegung und auch die Passgenauigkeit hat gestimmt. Wir sind auch bei Ballverlust gleich nachgegangen, so muss man spielen."

Alaba ist aber auch bewusst, "dass am Dienstag ein stärkerer Gegner auf dem Platz stehen wird". Koller hofft, dass seine Elf den Schwung aus dieser Partie aber nach Dublin mitnimmt: "Die Mannschaft hat die Leistung gezeigt, die sie zeigen kann. So muss es weitergehen. Der Sieg ist schön und gut für die Stimmung. Es ist wichtig, dass wir auf uns schauen und jetzt in Irland ein gutes Spiel zeigen."

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