Doskos Verlobte: "Ich lasse mich nicht unterkriegen"

In ihrem ersten Interview nach der Aufregung um ihren Job im Landeshauptmann-Büro spricht Hans Peter Doskozils Verlobte Julia Jurtschak in "Heute" über den Hass, der ihr entgegenschlug.

Hans Peter Doskozil und seine Lebensgefährtin Julia Jurtschak (37) sind das neue Powerpaar am Neusiedler See. Dass ausgerechnet seine Verlobte einen Job im Büro des künftig mit absoluter Mehrheit regierenden Landeschefs erhalten soll, sorgte für rauen Seegang und heftige Wellen Im Burgenland. Seitens der Opposition und von Polit-Beobachtern wurde Kritik an der Bestellung laut. Von "Postenschacher" war die Rede. Jurtschak musste auch "Bring your Family"-Schmähungen über sich ergehen lassen.

Jurtschak: "Bin erschüttert"

Samstagvormittag zog sie nach einem Tag im medialen Dauerfeuer die Konsequenzen. Über die Facebookseite ihres Partners ließ sie wissen, dass sie die Referentinnenstelle im Landhaus doch nicht annehmen wird. "Heute" erreichte eine "erschütterte" Julia Jurtschak am Samstag telefonisch. Sie versucht sich nun im Kreise ihrer Liebsten, im sonnigen Burgenland, wieder zu sammeln – und lässt in ihr Innerstes blicken: "Ich bin erschrocken und enttäuscht darüber, wie viele negative Reaktionen mir entgegengebracht wurden", sagte sie.

"War als Eventmanagerin tätig"

"Heute" wollte wissen, welche Qualifikationen sie für den Aufbau von Sozialmärkten und das Aufziehen einer "Burgenländer des Jahres"-Gala mitgebracht hätte? "Ich habe mehrere Ausbildungen mit Schwerpunkt Marketing abgeschlossen", berichtet Jurtschak, "nach einer Ausbildung zur Hotelfachfrau auch eine zur Werbekauffrau", führt sie aus. "In Deutschland habe ich vor meiner Übersiedelung in das Burgenland, wo ich sehr gerne lebe, zuletzt als Eventmanagerin gearbeitet."

"Untergriffig, hasserfüllt"

Etwas enttäuscht fügt sie dann an: "Genau diese Erfahrung im Marketing- und Organisationsbereich hätte ich auch gern in neue, spannende Projekte für das Burgenland eingebracht. Das war mein wesentliches Motiv – umso mehr schmerzt mich, wie untergriffig und hasserfüllt die Debatte geführt wurde und welche Beweggründe mir teilweise unterstellt wurden."

Wie es beruflich jetzt für sie weitergehen soll, darüber möchte Jurtschak in den nächsten Wochen nachdenken und eine Entscheidung erst mit kühlem Kopf treffen. "Heute" kündigte sie aber schon jetzt an: "Ich kann aber versprechen: Ich lasse mich nicht unterkriegen!"

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