"Dreimal mehr Trennungen wegen Corona"

Peter Treichl beendete während Corona mehr Beziehungen.
Peter Treichl beendete während Corona mehr Beziehungen.picturedesk.com
Der Wiener "Schlussmacher" Peter Treichl hat während des Corona-Lockdowns einen massiven Anstieg an gescheiterten Beziehungen bemerkt, vor allem Männer nahmen seine Dienste vermehrt in Anspruch.

Die langen Wochen auf engstem Raum entpuppten sich als echter Beziehungskiller für viele Paare: "Das ständige Zusammensein während der Quarantäne war mehr als nur eine Härteprobe", erzählt Liebes-Profi Peter Treichl (52) in "Heute". Der Wiener "Schlussmacher", der seit über 20 Jahren eine Trennungsagentur und eine Partnervermittlung betreibt, erlebte einen extremen Anstieg an gescheiterten Beziehungen.

"Wegen Corona hatte ich dreimal mehr Anfragen für Trennungen." Normalerweise sind es hauptsächlich Frauen ab 40, die Treichls Dienste in Anspruch nehmen. "Doch nun waren es erstmals mehr Männer, die es in ihrer Beziehung nicht mehr aushalten."

Kühne Schlussfolgerung: Viele der männlichen Kunden fühlen sich von ihren Partnerinnen "psychisch unterdrückt. Das ist immer noch ein Tabu. Deshalb möchte ich eine Männer-Helpline einrichten, um ihnen zu helfen", so Treichl. Auch das Alter sei ner Klienten ging sich durch den Shutdown nach oben: "Ein 81-jähriger Jurist wollte mich engagieren, seine jahrzehntelange Ehe zu beenden. Die Leute quälen sich oft so lange in unglücklichen Beziehungen, die sind dann regelrecht froh, wenn ich die Trennung verkünde."

Während des Lockdowns aber konnte Treichl nicht persönlich vorbeikommen: "Ich hab erstmals telefonisch Schluss gemacht, das ging überraschend gut."

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