Ecuador wählt, Assange zittert

Bild: Reuters

Seit Juni 2012 harrt Whistleblower Julian Assange in Ecuadors Botschaft in London aus. Nun droht dem 45-Jährigen die Auslieferung nach Schweden oder in die USA. Denn im südamerikanischen Land wird am Sonntag nach zwei Amtszeiten der Nachfolger von Präsident Rafael Correa gewählt.

Acht Personen kandidieren für das Amt, Umfragen sahen den konservativen Oppositionsführer Guillermo Lasso zuletzt auf Platz zwei. Er hat angekündigt, bei einem Sieg das Asyl für Assange sofort zu beenden. Dem Wikileaks-Gründer droht die Auslieferung nach Schweden, wo ihn die Justiz wegen Sex-Vergehen sucht, oder in die USA. Weil über Wikileaks geheime US-Dokumente veröffentlicht wurden, droht Assange dort eine Anklage wegen Beihilfe zur Spionage.

Die besten Chancen werden dem ehemaligen Vizepräsidenten Lenin Moreno eingeräumt. Er sitzt seit einem Überfall 1998 im Rollstuhl und hatte eigentlich nicht vor, sich wieder einer Wahl zu stellen.

 

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