Ein Drittel im Job gesundheitlich beeinträchtigt

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Eine neue Studie zeigt, wie schlecht es um die Gesundheit am Arbeitsplatz bei den Österreichern steht.

Knapp die Hälfte derjenigen, die gesundheitlich beeinträchtigt sind, hat Rücken- und Kreuzschmerzen (46 Prozent), 44 Prozent Nacken- und Schulterschmerzen und jeder Dritte Probleme mit den Augen.

27 Prozent leiden an Kopfschmerzen, 35 Prozent unter Erschöpfung bzw. dem Gefühl, "ausgelaugt" zu sein. Das ergab die Studie "fit2work Arbeits-Fitness-Barometer".

Abgefragt wurden auch die belastenden Umstände. Dabei nannte ein Viertel gleichbleibende Körperhaltung - 72 Prozent arbeiten regelmäßig vor dem Bildschirm. Bei den Umwelteinflüssen gaben 29 Prozent an, unter Hitzeeinwirkungen zu leiden, jeweils 15 Prozent machen Lärm oder Kälte zu schaffen. Weitere 14 bzw. 13 Prozent sind unangenehmen Gerüchen bzw. Schadstoffen wie Staub, Gasen oder Rauch ausgesetzt.

Die Österreicher mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen sind im Schnitt 25,5 Arbeitstage pro Jahr in Krankenstand. Bei zwei von drei Arbeitslosen haben laut der Studie auch gesundheitliche Probleme eine Rolle beim Verlust des Arbeitsplatzes gespielt.

Auch psychische Belastungen

Rund ein Viertel bewertete seinen Arbeitsplatz in Bezug auf den Leistungsdruck als ziemlich oder sogar sehr schlecht. Bezüglich Anerkennung und Wertschätzung waren dies 22 Prozent. Jedem Fünften macht ständige Erreichbarkeit zu schaffen, 43 Prozent fühlen sich nach der Arbeit "leer und ausgebrannt".

Vorsorge wird vermisst

Handlungsbedarf gibt es laut der Studie auch bei Gesundheitsvorsorge: Zwar bezeichneten zehn Prozent der Befragten ihr Unternehmen als Vorreiter in Sachen "Gesundheit am Arbeitsplatz" und ein Drittel bescheinigt dem Unternehmen "alles zu tun, was getan werden muss".

Ein Fünftel ist allerdings der Ansicht, dass "Gesundheit am Arbeitsplatz dem Unternehmen nicht wirklich am Herzen liegt" und 36 Prozent gaben an, dass "man sich zwar um gesundheitliche Aspekte kümmert, andere Dinge aber meist Vorrang haben". Zu den meist genannten, bereits bestehenden Angeboten zur Steigerung des Wohlbefindens zählen "flexible, bedürfnisorientierte Arbeitszeiten" (36 Prozent), "ergonomische Sitzplatzgestaltung" (28 Prozent) sowie Beratung durch Arbeitsmedizinern und Sicherheitsfachkräfte (26 Prozent).

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