Familie fuhr 2.000 Kilometer, um kurz Eltern zu sehen

Tochter Doris (3. v.li.) und ihre Familie kamen extra aus Holland zu der Parkplatz-Weihnachtsfeier.
Tochter Doris (3. v.li.) und ihre Familie kamen extra aus Holland zu der Parkplatz-Weihnachtsfeier.Mike Wolf
Ungewöhnliche Weihnachtsfeier mitten am Urfahrmarkt-Parkplatz. Kinder überraschten ihre Eltern und kamen von weit her.

Drei Kinder und acht Enkelkinder haben Hannelore (66) und Adolf Bogner (72) aus Linz. Wegen Corona haben die beiden ihre Enkerl seit Februar nicht gesehen, vor allem weil Tochter Doris (44) in Holland lebt und Sohn Robert in Reichenau an der Rax in Niederösterreich.

Nur Sohn Thomas lebt in Oberösterreich. Normal trifft sich die ganze Familie kurz vor Weihnachten zu einem gemeinsamen Urlaub. Doch 2020 war das nicht möglich - wegen der Corona-Pandemie.

Doch nun gab es für die beiden am Samstag ein ganz besonderes Weihnachtswunder. "Wir haben am Nachmittag einen Anruf von einer unserer Enkelin bekommen, die in Haslach wohnt. Sie hat gesagt, sie ist gerade am Urfahrmarktgelände und will uns sehen, weil sie ein Geschenk für uns hat", erzählt Adolf Bogner im Gespräch mit "Heute".

Enkerl "lockte" Oma und Opa an

Und weil ja Großeltern immer brav machen, was die Enkerl sagen, "haben wir uns in die Straßenbahn gesetzt und sind zum Urfahrmarktgelände gefahren", so die Bogners.

Und dort dann die Riesenüberraschung. "Wie wir runter gegangen sind, haben wir plötzlich unsere Tochter Doris und ihre Familie gesehen", so Bogner. Und dann flossen Tränen der Rührung.

Denn Doris samt Ehemann Robin und den Kindern Anita (16), Klaus (14) und Laura (21) waren den weiten Weg von Holland (sie wohnen in der Nähe von Rotterdam) nach Linz gefahren, um die Bogners zu überraschen. Das sind pro Strecke rund 1.000 Kilometer.

Natürlich waren auch die beiden Söhne von Adolf und Hannelore gekommen. Das Familientreffen war perfekt. Nur eine fehlte leider: Enkelin Sol konnte nicht kommen, sie lebt in Argentinien. Und dann wurde gefeiert, gelacht und geweint. Und Weihnachtslieder wurden natürlich auch gesungen, mitten am Parkplatz.

Weihnachtsbaum durfte nicht fehlen

"Sogar einen kleinen Weihnachtsbaum hatte Doris mitgenommen und Geschenke wurden natürlich auch ausgetauscht. Nur wir hatten keine dabei, weil wir ja nichts davon wussten, dass alle kommen", erzählt Bogner. Für Tochter Doris ging es wenig später schon wieder zurück nach Holland - wieder 1.000 Kilometer Autofahrt.

"Das war das schönste Weihnachtsgeschenk, das wir je bekommen haben. Es war ein kleines Weihnachtswunder und macht uns sehr glücklich, dass unsere Kinder das organisiert haben", sind Hannelore und Adolf überglücklich. Und es macht es den beiden auch einfacher, dass sie Weihnachten alleine feiern müssen.

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