Einbürgerungen um 12,2 Prozent gestiegen

Reisepässe der Republik Österreich auf einem Tisch. Symbolfoto.
Reisepässe der Republik Österreich auf einem Tisch. Symbolfoto.Bild: picturedesk.com
Im Jahr 2019 wurde insgesamt 10.606 Personen die österreichische Staatsbürgerschaft verliehen. Das ist ein Plus von 12,2 Prozent.
Die Statistik Austria hat am Donnerstag die aktuellen Einbürgerungszahlen 2019 bekanntgegeben. Im Vergleich zum Jahr 2018 gab es 12,2 Prozent mehr Menschen, die zu Österreichern wurden als noch 2018.

Woher kommen sie?



Geboren wurden die Eingebürgerten zu gut einem Drittel bereits in Österreich: 35,1 Prozent nämlich. Der Rest, 6.778 Personen, wurden im Ausland geboren.

CommentCreated with Sketch.15 zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Die neuen Österreicher hatten bisher zum größten Teil die bosnische Staatsbürgerschaft, hier wurden 1.183 Personen (11,2 Prozent) eingebürgert. Danach folgen 1.008 bisherige Serben und 912 bisherige Türken auf den Plätzen 2 und 3.

Auch in den Top 10: Kosovo (688), Russische Förderation (464), Rumänien (376), Afghanistan (372), Ukraine (360), Iran (325) und Nordmazedonien (313). Weiters wurden 248 ehemalige Deutsche zu Österreichern, als bisheriges Pass-Land landen sie damit auf Platz 12.



From Australia to Austria



Die Republik hat zudem 82 Staatenlose und 10 Personen mit unbekannter Staatsbürgerschaft eingebürgert. Zur Gruppe der Neo-Staatsbürger zählt sich auch jeweils ein ehemaliger Australier, Norweger und eine Person aus den Vereinigten Arabischen Emiraten.

Zwei Turkmenen, zwei Japaner und zwei Luxemburger bekamen ebenfalls die österreichische Staatsbürgerschaft verliehen. Etwas größer ist die Gruppe der ehemaligen Amerikaner, mit 23 Personen. Kurz vor dem Brexit ließen sich zudem 96 Briten zu Österreichern machen.



Gründe



Die Gründe für die Einbürgerung gehen zur überwältigenden Mehrheit darauf zurück, dass die betroffenen Personen einen Rechtsanspruch darauf haben. Etwa durch einen mindestens sechsjährigen Wohnsitz in Österreich, weil sie schon in Österreich geboren wurden, EWR-Staatsbürger oder asylberechtigt sind.

Die meisten ließen sich nach sechsjährigem Wohnsitz in Österreich einbürgern. Dazu braucht man zusätzlich besonders berücksichtigenswerte Gründe oder eine nachhaltige Integration (4.443 Personen). Manche ließen sich aber auch erst nach 10 Jahren (1.175 Personen), 15 Jahren (386 Personen) oder gar 30 Jahre Aufenthalt (36 Personen) in Österreich einbürgern.

Besondere Leistungen



805 Personen wurden aufgrund einer Ehe mit einem Österreicher eingebürgert, 327 neue Staatsbürger sind außereheliche oder Wahlkinder under 14 Jahren. 1.254 Staatsbürgerschaften wurde zudem nach Ermessen verliehen, 41 wegen "außerordentlicher Leistungen im Staatsinteresse".

Die Einbürgerungen steigen nach dem Tiefststand 2010 (6.190) in den letzten zehn Jahren kontinuierlich an. In sieben von neun Bundesländern wurden im Jahr 2019 mehr eingebürgert als noch im Jahr davor. Abfallend ist die Tendenz lediglich in Niederösterreich (-10,7 Prozent) und Kärnten (-2 Prozent).

106 Eingebürgerte haben ihren Wohnsitz außerhalb Österreichs.



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