Eine Ur-Corvette mit moderner Technik

Ken Hanna erfüllte sich einen lang gehegten Traum, als er sich 1990 mit seinem Geschäftspartner entschloss, eine komplett eigene Corvette, die SRIII, zu gestalten.
Das Leben von Ken Hanna dreht sich um die Corvettes von Chevrolet. Nachdem er bereits über 20 Jahre an seinem Hobby gearbeitet und drei Corvettes von 1957 restaurierte hatte, verspürte er 1990 den Drang, "mal etwas anderes zu tun". Seine Vision bestand darin, eine Corvette ganz nach seinen Vorstellungen auf die Beine – oder besser gesagt auf die Räder – zu stellen.

Sein Auto sollte eine Fusion aus den Wagen seiner Rennfahreridole und sogenannten Custom Specials, also individuellen Spezialanfertigungen, darstellen. Eines dieser Vorbilder war die Corvette C1. Um seinen Traum zu verwirklichen, tat er sich mit dem Designer Mike Stockdale des Automotive Design Center in Posen, Illinois, zusammen. Dank dieser Partnerschaft konnte die Idee "Chevrolet Corvette SRIII" Wirklichkeit werden.

Von Grund auf neu aufgebaut

Das Chassis wurde von Grund auf so konzipiert, dass es die aktuellen technologischen, Leistungs- und Sicherheitsstandards erfüllte. Gefertigt wurde das Chassis aus Stahlrohren, die so gebaut wurden, dass kein einziges Teil davon in den Innenraum des Autos ragte. Aufhängung, Lenkung, Bremsen und Getriebe stammten von der damals aktuellen Corvette C4.

CommentCreated with Sketch.1 zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Ein wichtiger Punkt auf der Liste: Alle diese Änderungen durften das "Corvette-Gefühl" nicht negativ beeinflussen. Die Eigenschaften der Corvette, sei es beispielsweise der Ton des Motors oder das Gefühl der Schaltung, durften durch die Modifikationen nicht verändert werden. Kurz: Man musste die Corvette als Vorbild erkennen und natürlich hören können.

Die Luftversorgung wurde dort konzipiert, dass sie über die vorhandenen Lufteinlässe funktioniert. Ein rostfreier Benzintank, eine voluminöse Elektro-Benzinpumpe und ein speziell angefertigter Kühler komplettierten die Konstruktion. Für eine sichere Verzögerung sorgen Scheibenbremsen vorne und hinten, die von einem ABS-System unterstützt wurden. Elektrische Fensterheber, eine fernsteuerbare Heck-Verriegelung sowie ein Cabrio-Dach wurden verbaut, um die Fahrt für die Passagiere so komfortabel wie möglich zu machen.

Starker Motor

Angetrieben wird die SRIII vom LT5-Motor, der auch in der Corvette C4 ZR1 zum Einsatz kam. Dieser weist 8 Zylinder und 5,7 Liter Hubraum auf und ist mit einem 6-Gang-Schaltgetriebe gekoppelt. Konzipiert wurde dieser Motor 1990 in einer Zusammenarbeit von Lotus und Chevrolet. Er weist eine Leistung von rund 375 PS auf. Die Maschine mit 32 Ventilen war der ZR1 vorbehalten und verhalf dieser damals, neue Spitzenleistungen innerhalb der Marke Corvette zu erreichen.

Die perfekte Corvette

Hannas Vorstellung der "perfekten" Corvette orientierte sich am Stil und Design der Renn-Corvette SR2 und den Motorama-Prototypen aus den 1950er-Jahren: Königsblaue Rennstreifen auf einer weißen Lackierung und breite Einbuchtungen auf der Seite. Die Scheinwerfer messen knapp 18 Zentimeter im Durchmesser und wurden in den Kühlergrill eingebaut, dessen Umrandung in Wagenfarbe gehalten wurde.

Weitere Informationen und viele Bilder zur Chevrolet Corvette SRIII gibt es auf Zwischengas.com.

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