Einer von zehn Menschen stalkt den Partner digital

Mittels Überwachungssoftware können Nachrichten oder Bilder von fremden Telefonen abgefangen werden. Dies kommt besonders in Beziehungen häufig vor.
In App-Stores tauchen immer mehr Überwachungs-Apps auf. Mit diesen können beispielsweise Telefonate abgehört oder Nachrichten und Bilder an Drittpersonen weitergeleitet werden. Eine Studie von NortonLifeLock zeigt, dass in den USA jede zehnte Person schon einmal solche Stalking-Software benutzt hat, um jemanden auszuspionieren.

Die Resultate zeigen, dass Männer mehr als doppelt so häufig zu solchen Maßnahmen greifen als Frauen. Dabei werden Apps benutzt, die eigentlich als Diebstahl- oder Kinderschutz gedacht und daher nicht illegal sind. Den Opfern fällt eine solche Überwachung meist lange nicht auf, da die Apps im Hintergrund laufen und Daten versteckt sammeln.

Die Nutzung solcher Apps ist perfide, denn der Eingriff in die Privatsphäre des Opfers geschieht nicht durch einen gesichtslosen, fremden Hacker, sondern durch eine nahestehende Person.

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Zwar geben sich App-Stores laut "Cnet" Mühe, bösartige Apps so schnell wie möglich aus ihrem Angebot zu entfernen, die App-Entwickler sind ihnen aber oft schon einige Schritte voraus. Wird eine App entdeckt und gesperrt, wird diese einfach in einer anderen Version und mit neuem Namen wieder hochgeladen und als Security-App angepriesen.

Digitales Stalking geht aber weit über Überwachungs-Apps hinaus. Die amerikanische Studie hat gezeigt, dass rund 29 Prozent der Befragten das Telefon oder den Browser-Verlauf des Partners ohne deren Einwilligung überprüfen. Neun Prozent gaben sogar zu, falsche Social-Media-Accounts erstellt zu haben, um an persönliche und private Informationen ihres Opfers zu gelangen.

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