Geldstrafe für Studentin, die Abschiebung stoppte

Die Studentin Elin Ersson protestierte im Juli 2018 gegen eine Abschiebung eines Mannes. Dafür muss sie jetzt bezahlen.

Die 21-jährige Studentin Elin Ersson verhinderte mit ihrer Protestaktion im Juli 2018 vorerst die Abschiebung eines Afghanen. Dies mit der Begründung, dass er in seiner Heimat um sein Leben fürchten müsse.

Ersson weigerte sich damals am Flughafen von Göteborg, ihren Sitzplatz einzunehmen – der Flieger konnte so nicht abheben. Ihrem Protest schlossen sich weitere Passagiere sowie Spieler eins Fußballclubs an. Letztlich konnte der Afghane aussteigen. Der damals 50-jährige Afghane wurde von Schweden mittlerweile abgeschoben. Er war der Polizei bekannt.

Geldstrafe statt Gefängnis

Und auch für Ersson endete die Aktion nicht freudig. Sie wurde vor Gericht gestellt und am Montag wegen Verstoßes gegen das schwedische Luftfahrtgesetz verurteilt. Sie muss eine Geldstrafe von umgerechnet 290 Euro bezahlen. Das Urteil ist nicht rechtskräftig. Der Verteidiger der jungen Frau hat Berufung angekündigt.

Dabei ist das Urteil noch milde. Die Staatsanwaltschaft hatte zwei Wochen Haft gefordert. Laut Anklage habe sie den Anweisungen des Flugpersonals nicht Folge geleistet. Das Gericht sah den Straftatbestand erfüllt, stufte es aber nicht als schwerwiegende Tat ein.

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(dmo/lu)

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