Eltern verdursteten, retteten aber ihren Sohn (9)

Im US-Nationalpark White Sands National Monument ist ein französisches Paar offenbar gestorben, weil es bei brütender Hitze zu wenig Wasser mitgenommen hatte. Der neunjährige Sohn Enzo überlebte vermutlich, weil ihn seine Eltern mehr Wasser trinken ließen.

Parkwächter entdeckten zunächst die Leiche der 51-jährigen Mutter, die auf dem Rückweg zum Parkplatz gestorben war. Als die Finder die Kamera näher untersuchten und darauf Bilder vom Besuch im Nationalpark fanden, wurde ihnen klar, dass die Frau nicht alleine aufgebrochen war.

Daraufhin suchten sie nach dem Vater und dem Kind. Sie fanden den dehydrierter Neunjährigen neben der Leiche seines Vaters. Als der 42-Jährige sein Bewusstsein verloren hatte, blieb Enzo bei ihm, weil er nicht wusste, was sonst tun sollte.

Zwei kleine Wasserflaschen waren zu wenig

Der Überlebende erzählte, dass seine Mutter während der Wanderung Richtung Parkplatz zurückkehrte, weil sie sich über Übelkeit beklagte. Vater und Sohn gingen jedoch weiter.

Die Eltern hatten die Temperaturen von rund 38 Grad unterschätzt. Die ganze Familie hatte nur zwei 600-Milliliter-Flaschen Wasser bei sich getragen, der Nationalpark empfiehlt etwa 3,8 Liter pro Person.

Doppelte Wassermenge für Enzo

Die Eltern nahmen immer nur einen Schluck Wasser zu sich, während ihr Sohn die doppelte Menge erhielt. "Es kann sein, dass das Kind es wegen seiner geringeren Körpergröße so gut überstanden hat und weil es außerdem wahrscheinlich mehr Wasser trank als sie", sagte der örtliche Polizeichef Benny House der Zeitung "Alamogordo Daily News".

Enzo zurück in Frankreich

Am Sonntag landete der Bub mit seiner Großmutter auf dem Pariser Flughafen Charles de Gaulle. Die Familie hatte eine fünfwöchige Rundreise in den USA geplant.

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