Arbeitslosenzahlen

Enthüllt! So viele Österreicher bekommen jetzt AMS-Geld

Die Arbeitslosigkeit ist in Österreich saisonbedingt zurückgegangen. Aktuell haben etwas mehr als 400.000 Personen keinen festen Job. Die Details.

Andre Wilding
Enthüllt! So viele Österreicher bekommen jetzt AMS-Geld
402.297 Personen waren Ende Februar arbeitslos oder in Schulung.
Tobias Steinmaurer / picturedesk.com (Symbolbild)

Ende Februar sind 402.297 Personen beim AMS vorgemerkt, davon sind 321.655 arbeitslos und 80.642 in Schulungsmaßnahmen des AMS. "Die Arbeitslosigkeit geht saisonbedingt zurück; im Vorjahresvergleich ist die Arbeitsmarktlage aber ähnlich wie vor einem Monat. Die Arbeitslosenquote ist aktuell etwas höher als Ende Februar 2023, aber Ende Februar 2024 sind auch mehr Menschen als im Vorjahr in Beschäftigung", hält Arbeits- und Wirtschaftsminister Martin Kocher am Freitag fest.

Die Arbeitslosenquote beträgt Ende Februar 2024 7,6 Prozent. Im Februar 2023 lag die Arbeitslosenquote bei 7,0 Prozent. Im Vergleich zu 2019 zeigt sich, dass die aktuelle Arbeitslosenquote immer noch niedriger ist als in der Zeit vor Ausbruch der Corona-Pandemie (ALQ 2/2019: 8,4 Prozent). Des Weiteren zeigt sich, dass die Zahl der unselbstständig Beschäftigten gestiegen ist und aktuell bei 3.928.000 liegt. Das ist ein Plus von rund 7.000 Personen im Vergleich zum Vorjahr.

Besonders erfreulich ist die Entwicklung bei Frauen über 50 Jahren, deren Arbeitslosenquote Ende Februar 5,9 Prozent betrug und im Vorjahresvergleich konstant geblieben ist (ALQ 2/2023: 5,9 Prozent). "Die vergleichsweise gute Arbeitsmarktlage für Frauen über 50 Jahren, welche eine wichtige Zielgruppe der aktiven Arbeitsmarktpolitik darstellen, ist erfreulich. Sie ist ein deutliches Zeichen dafür, dass die aktiven arbeitsmarktpolitischen Instrumente wirken", sagt Kocher.

Lehrstellenlücke in Wien

Mit Ende Februar 2024 befinden sich 104.996 Personen in einer Lehrausbildung. 98.935 Personen davon absolvieren ihre Lehrausbildung in einem Unternehmen, 6.061 Personen sind in einer sogenannten überbetrieblichen Lehrausbildung (ÜBA) im Auftrag des AMS. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein leichter Anstieg von 0,1 Prozent bei den Lehrlingen in Unternehmen. Im Vorjahresvergleich zeigt sich beim Lehrstellenangebot in Tirol mit einem Plus von 12,6 Prozent ein starker Zuwachs.

In den meisten Bundesländern besteht ein Lehrstellenüberhang, lediglich in Wien gibt es aktuell eine Lehrstellenlücke. Österreichweit gibt es Ende Februar 2024 somit um 1.726 mehr sofort verfügbare Lehrstellen als Lehrstellensuchende. "Derzeit werden in nahezu allen Branchen qualifizierte Arbeitskräfte gesucht. In Branchen, wie im Tourismus oder im Handel, ist die Nachfrage besonders hoch. Je mehr Personen wir jetzt im Rahmen einer Lehre ausbilden, umso mehr qualifiziertes Personal steht in einigen Jahren dem Arbeitsmarkt und den Betrieben zur Verfügung", so Kocher.

Inflation sinkt

Die Statistik Austria hat darüber hinaus heute die aktuellen Schätzungen des VPI für Februar bekannt gegeben. Die Inflationsrate nach nationaler Definition sinkt Ende Februar auf 4,3 Prozent und damit um zwei Zehntelprozentpunkte im Vergleich zum Vormonat. "Aufgrund der Preisentwicklung bei Haushaltsenergie und Nahrungsmitteln verringert sich die Inflation im Februar im Vergleich zum Vorjahr erneut deutlich. Wir erwarten, dass sich dieser Trend im weiteren Jahresverlauf fortsetzt, da auch die Erzeugerpreise zu Beginn des Jahres deutlich rückläufig sind", so der Arbeits- und Wirtschaftsminister.

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    picturedesk.com; "Heute"-Montage

    Auf den Punkt gebracht

    • Die Arbeitslosigkeit in Österreich geht saisonbedingt zurück, bleibt aber im Vergleich zum Vorjahr ähnlich
    • Die Arbeitslosenquote ist Ende Februar 2024 zwar etwas höher als im Vorjahr, jedoch sind auch mehr Menschen beschäftigt
    • Besonders erfreulich ist die Entwicklung bei Frauen über 50 Jahren, deren Arbeitslosenquote konstant geblieben ist
    • In Wien gibt es eine Lehrstellenlücke, während in den meisten Bundesländern ein Lehrstellenüberhang besteht
    • Die Inflationsrate sinkt auf 4,3 Prozent, vor allem aufgrund der Preisentwicklung bei Haushaltsenergie und Nahrungsmitteln
    • Diese Entwicklung wird sich voraussichtlich im weiteren Jahresverlauf fortsetzen
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