Erdogans Wahl-Werbung in der Türkei verboten

Das oberste türkische Aufsichtsgremium für die Präsidentenwahl am Sonntag hat einen Wahlkampfspot von Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan wegen exzessiver religiöser Symbolik verboten. Das dreiminütige Video, das seit Montag im Fernsehen läuft, verstoße gegen das Verbot religiöser Symbole in Wahlkampfspots, befand der Hohe Wahlrat (YSK).

wegen exzessiver religiöser Symbolik verboten. Das dreiminütige Video, das seit Montag im Fernsehen läuft, verstoße gegen das Verbot religiöser Symbole in Wahlkampfspots, befand der Hohe Wahlrat (YSK).

Die Fernsehsender müssen daher den Spot aus dem Programm nehmen. Die rechtsextreme Partei der Nationalistischen Bewegung (MHP) hatte gegen das Video Beschwerde eingelegt. In dem Spot, in dem sich der 60-jährige Erdogan als Mann des Volkes präsentiert, ist der islamische Gebetsruf zu hören und eine Frau beim Gebet zu sehen. Zudem werden Familienszenen und Pferde gezeigt, die über die Steppe galoppieren.

Der gläubige Muslim Erdogan ist der Kandidat der regierenden islamisch-konservativen Partei für Gerechtigkeit und Entwicklung (AKP) und gilt als haushoher Favorit bei der Abstimmung. Die Trennung von Politik und Religion ist ein Grundprinzip der modernen Türkei und die Verfassung verbietet den Gebrauch religiöser Symbole in der Politik.

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