Erste Karaoke-Box in Wien eröffnet

Die Kunstzelle im WUK zeigt seit zehn Jahren unterschiedliche Kunst-Installationen. Erstmals verwandelt sich die ehemalige Telefonzelle in eine Karaoke-Box.
Die Kunstzelle im WUK zeigt seit zehn Jahren unterschiedliche Kunst-Installationen. Erstmals verwandelt sich die ehemalige Telefonzelle in eine Karaoke-Box.Bild: Sabine Hertel
Die ehemalige Telefonbox im WUK, die seit Jahren als Wiens kleinstes Museum dient, ist ab heute eine Karaoke-Zelle.
Sing, sing, sing! Das ist das Motto der aktuellen Installation in Wiens kleinsten Museum. Die Kunstzelle im Innenhof vom WUK (9., Währingerstraße 59) verwandelte sich in eine Karaoke-Box und lädt bis 9. November zum Mitmachen ein.



"Erst durch die Musik, durch weniger oder beliebte Lieder werden wir lebendig", meint dazu die aus Apulien stammende Performance-Künstlerin Casaluce Geiger. In ihrer Version der Kunstzelle wird "Der Laut der Musik" (Il rumore della musica) ausgestellt. Dazu stellt sie eine großen Bildschirm in die ehemalige Telefonzelle und lässt in einem Loop-Video, die bekanntesten Karaoke-Lieder aus aller Welt auf und ab spielen. "Imagine von John Lennon ist dabei, auch ein Song von Adriano Celentano, aber genauso gibt es ein japanisches und ein chinesisches Lied", ergänzt sie. Nichts kann so viel Emotionalität in Menschen hervorbringen, wie die Musik und der Gesang. Genau das unterscheidet uns auch von anderen Lebewesen, die Fähigkeit zu Sprechen und zu Musizieren", betont die Künstlerin. Sie wollte die Kunstzelle in einen Mitmach-Ort verwandeln. "Jeder soll einfach mitsingen. Die Karaoke-Box läuft 24/7 und jeder der vorbeigeht, kann seine eigenen Kopfhörer anstecken und loslegen", so Casaluce Geiger.

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v.r.n.li.: Kuratorin Christine Baumann, Künstlerin Casaluce Geiger, Model und Karaoke-Sängerin Francesca Geiger

50 nationale und internationale Künstler nützten vor Casaluce Geiger, in den letzten zehn Jahren den kleinen Ausstellungsraum im WUK. So war die Telefonzelle beispielsweise einmal ein kleiner Pool, eine Zelle aus der Rauch kam oder ein mit Kunststoff isolierter Raum. Ins Leben gerufen hat das Projekt Christine Baumann. Sie kuratiert auch heute noch die Kunstzelle. "Die Telefonzelle stand damals leer, niemand nutzte sie und ich hatte die Idee, das minimale Gebäude als Kunstraum zu nutzen", erklärt Christine Baumann."Aufhören werden wir damit erst wenn ich sterbe", so die Kuratorin, die ihr Lebensprojekt mit viel Liebe betreut.



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