Die Niederlande verbieten das Züchten von Möpsen

Große Augen, kurze Schnauze - Hunderassen wie Möpse oder Bulldoggen bekommen wegen ihrer viel zu kurzen Schnauze kaum Luft.
Große Augen, kurze Schnauze - Hunderassen wie Möpse oder Bulldoggen bekommen wegen ihrer viel zu kurzen Schnauze kaum Luft.Bild: iStock
Möpse, Bulldogen oder Pinscher - diese Hunderassen haben eines gemeinsam; sie wurden so gezüchtet, dass sie kaum Luft bekommen.
Große Glubschaugen, zu kurze Schnauze, viel Gehechle – für dieses vermeintlich niedliche, babyhafte Aussehen bezahlen Hunderassen wie Möpse, Bulldogen, Pekinesen oder Pinscher einen hohen Preis.

Brachyzephalie heißt er – auch Kurzköpfigkeit. Das ist keine Krankheit, sondern eine angezüchtete Behinderung. Die Niederlande verbieten ab sofort diese Art von Zucht.

Ein Leben lang Atemnot



Betroffene Hunderassen sind massiv eingeschränkt. Das größte Problem ist die ständige Atemnot. Möpse und Co ringen permanent nach Luft, noch mehr, wenn es heiß ist oder sie aufgeregt sind.

CommentCreated with Sketch.24 zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Auch schlafen wird für brachyzephale Hunderassen zur Herausforderung, denn Hunde atmen normalerweise über die Nase. Unmöglich, wenn diese die ganze Zeit verstopft ist. Also hecheln sie.

Tierschützer wollen Qualzuchten auch bei uns verbieten



Möpse sind in den Niederlanden nun nicht komplett verboten. Nur das Züchten von extrem kurznasigen Hunden ist es. Das niederländische Mops-Gesetz schreibt eine bestimmte Nasenlänge vor. Der Verband niederländischer Mopszüchter "Commedia" hat bereits die Einstellung der Zucht bekannt gegeben.

Auch in Österreich und Deutschland werden sogenannte "Qualzuchten" schon lange von Tierschützern wie Peta kritisiert und ein Ende des Züchtens gefordert.

„Das niedliche Aussehen bezahlen die Tiere mit lebenslangen Qualen und teilweise mit ihrem Leben. Manche Vierbeiner können nicht einmal im Liegen schlafen, weil sie ersticken würden, andere fallen ohnmächtig um, wenn sie sich zu sehr aufregen..."


, so Peta in einer Aussendung.

Betroffene Hunderassen



Von dem Zuchtverbot betroffen sind Hunderassen wie: Affenpinscher, Boston Terrier, Pomeranian, Belgischer Griffon, Brüssler Griffon, Japan Chin, Pekingese, Brabanter Griffon, Shih Tzu, Bordeaux Dogge, Boxer, Bullmastiff Cavalier King Charles Spaniel, Chihuahua, Lhasa Apso, Mastiff, Mastino Napolitano, Staffordshire Bull Terrier, Yorkshire Terrier, Mops, Französische Bulldogge und Englische Bulldogge. (mp)

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