Erstes TV-Interview von Strache nach Ibiza-Skandal

Nach der Ibiza-Affäre und dem Ende der ÖVP-FPÖ-Regierung hat sich Heinz-Christian Strache nun zum ersten Mal im TV zu Wort gemeldet - und zwar in einem russischen Sender.
Ex-FPÖ-Chef und Vizekanzler Heinz-Christian Strache hat nach dem Ibiza-Skandal und dem Sturz der türkis-blauen Regierung erstmals wieder ein Fernsehinterview gegeben.

Allerdings stand der 50-Jährige nicht etwa einem österreichischen Sender Rede und Antwort, sondern dem russischen Nachrichtensender RT.

Im Interview mit dem deutschen RT-Moderator Thomas Fasbender spricht Strache ausführlich über das Video in der Finca auf Ibiza und äußert sich darin auch über seinen Koalitionspartner und Ex-Kanzler Sebastian Kurz.

So erklärt der Ex-Vizekanzler, dass auch Kurz eine Mitschuld am Ende der türkis-blauen Regierung habe. Immerhin hätte sein Rücktritt die Regierung retten sollen.

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"Vielleicht schon längerfristige Strategie"



Zudem habe ihm Kurz vor seiner Rücktrittserklärung eine Fortsetzung der Koalitionsarbeit versichert. Allerdings bestand die ÖVP danach auch noch auf den Rücktritt von Innenminister Herbert Kickl.

"Vielleicht war es schon eine längerfristige Strategie. Vielleicht wollte man Kickl schon länger loswerden", erklärt Strache in dem Gespräch mit dem Sender.

Auch Schredder-Affäre ein Thema



Auch zur Schredder-Affäre äußerte sich der Ex-FPÖ-Chef. "Die ÖVP muss hier ein schlechtes Gewissen haben", meint der 50-Jährige und stellt sich die Frage, was auf diesen Festplatten zu finden gewesen wäre.

Die Vorgänge rund um die Vernichtung der Festplatten vor dem Regierungswechsel seien jedenfalls "mehr als ungewöhnlich" gewesen.

Strache bekommt ganzes Ibiza-Video nicht



An den Enthüllungsjournalisten der "Süddeutschen Zeitung" lässt Heinz-Christian Strache in dem rund 54 Minunten langen Video übrigens kein gutes Haar.

Diese würden das gesamte Videomaterial von sieben Stunden nämlich nicht aushändigen wollen. Und das trotz Anfragen seines Anwalts. Das wäre allerdings im Sinne der Aufklärung "ein notwendiger Akt", so Strache.

Das ganze Video gibt es HIER

(wil)

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