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"Es ist ein Skandal": Balkan tobt über Corona-Sager

Deutschlands Gesundheitsminister hat die Hälfte aller Corona-Infektionen im Sommer auf Verwandtschaftsbesuche von Migranten im Balkan zurückgeführt.

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    Beim albanischen Ministerpräsidenten Edi Rama kam die Aussage des deutschen Gesundheitsministers Jens Spahn nicht gut an.
    Beim albanischen Ministerpräsidenten Edi Rama kam die Aussage des deutschen Gesundheitsministers Jens Spahn nicht gut an.
    Reuters

    Der albanische Ministerpräsident Edi Rama ist empört über eine Aussage von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) über einen Zusammenhang zwischen Balkan-Reisen und zunehmenden Corona-Infektionen.

    "Ein deutscher Gesundheitsminister sollte sich darum kümmern, die deutsche Bevölkerung zu impfen, und keine stereotypen Ressentiments gegen den Balkan hervorrufen, um eine offensichtlich schlechte Bilanz zu verteidigen", sagte Rama am Dienstag der "Bild"-Zeitung.

    "Es ist ein Skandal"

    Er reagierte auf Äußerungen Spahns in der "Bild am Sonntag". Der Gesundheitsminister hatte gesagt, im vergangenen Sommer hätten "Auslandsreisen, häufige Verwandtschaftsbesuche in der Türkei und auf dem Balkan, phasenweise rund 50 Prozent der Neuinfektionen bei uns ausgelöst". Das müsse in diesem Jahr verhindert werden.

    "Es ist ein Skandal, dass ein deutscher Minister den Balkan öffentlich anprangert und damit auch Menschen mit Migrationshintergrund abwertet", sagte dazu Rama. "Ich werde nicht zulassen, dass Albanien als Risikobereich für Urlaubsreisen dargestellt wird, es gibt keine Zahlen, die dies belegen."

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