Escape Room in Wien droht mit U-Bahn-Entführung

Heute startet in der Wiener City ein neues Escape Room-Abenteuer. Dabei gilt es, eine entführte U-Bahn in Wien zu retten. "Heute" hat es getestet.

Die Aufgabe erinnert an so manchen Hollywood-Blockbuster: Beim neuen Escape Room-Spiel "The Subway", das heute, Mittwoch, startet, hat ein Bösewicht eine U-Bahn unter seine Kontrolle gebracht. Beherzte Wiener Linien-Mitarbeiter müssen mit viel Mut, Körpereinsatz und vor allem Grips eine Katastrophe verhindern. 

Spiel gegen die Zeit in immersiven Umfeld

Als Wiener Linien-Mitarbeiter treten hier die Spieler an. Als Unterstützung haben sie ein Tablet mit, das weiterhilft, wenn die Spieler irgendwo hängenbleiben. Eigentlich betreten sie die U-Bahn, um einen liegengebliebenen Zug wieder flott zu machen. Doch dann fährt der Zug plötzlich los. Wie der "Heute"-Test zeigt, vermittelt die plötzlich ruckelnde U-Bahn (eindrucksvoll unterstützt durch vorbeiziehende Tunnelwand-Einspielungen) ein sehr realistisches Fahrgefühl. Der immersive Effekt ist immens, die Suche nach den – teils sehr gut versteckten Hinweisen – macht er aber nicht gerade einfacher. 

Das Spiel "The Subway" sei zwar auch für Escape Room-Anfänger geeignet, die der Chef des Anbieters First Escape, Aris Venetikidis (42) betont, dennoch wird es einem nicht immer leicht gemacht. Obwohl die Schwierigkeit der Aufgaben sicher auch subjektiv ist. So war das "Heute"-Team, bestehend aus den Redakteuren Maxim, Andre, David und Louis, bei manchen Rätseln recht schnell, dafür tüftelten wir an anderen deutlich länger. Dennoch schafften wir es schließlich die Katastrophe, über die hier nicht zu viel verraten wird, zu verhindern und Wien zu retten.

"Heute"-Team machte es spannend

Wer ein Escape Room-Profi ist, für den könnte "The Subway" vielleicht sogar zu leicht sein. Für Meister-Rätsel bleibt aber immerhin der Test, ob Aris mit seiner Meinung, man könne das Spiel auch alleine schaffen, Recht hat. Empfohlen werden offiziell zwei bis sechs Spielern ab ca. 10 Jahren (Kostenpunkt: 156 Euro), wobei ein Viererteam (120 Euro) ideal ist.

Wir hatten beim Testen jedenfalls viel Spaß. Nach 74 Minuten und 21 Sekunden war das Rätsel gelöst – 39 Sekunden vor Ablauf der Zeit. "Der Rekord liegt bei 43 Minuten mit nur einem Hinweis", erklärt uns Aris mit einem leicht süffisanten Lächeln. Egal, unser Ego hält das aus. "Das Wichtigste ist aber ohnehin nicht, der Schnellste zu sein. Vielmehr geht es darum, gemeinsam eine coole Zeit und Spaß zu haben", ergänzt Aris. 

Derzeit einzige U-Bahn ohne Maskenpflicht

Gespielt wird "The Subway" übrigens in einem Original-U-Bahn-Zug der Wiener Linien. Die Idee hatte das Team von First Escape schon vor zweieinhalb Jahren. Rund ein Jahr dauerte es, bis die Wiener Linien schließlich überzeugt genug waren, um einen ausrangierten Zug freizugeben. Stück für Stück wurde dieser in Erdberg abgebaut und schließlich in einem Keller in der Himmelpfortgasse 17 (City) wieder aufgebaut. "Unsere U-Bahn ist im Moment die einzige, in der man ohne FFP2-Maske fahren darf", schmunzelt Aris.

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