Essig-Drinks erobern die Bar-Szene Wiens

Der Trend Essig als Zutat für Cocktails zu verwenden hat nun auch Österreich Einzug gehalten.
Wenn das Leben dir Essig gibt, mach Cocktails daraus. Was zunächst wenig anregend klingt, erobert die Welt der Barszene bereits hinter den Kulissen. Denn Essig hat eine besondere Eigenschaft: Er verhilft Getränken beziehungsweise den Flüssigkeiten, mit denen er gemischt wird, zu noch mehr Geschmacksintensität.

Als Würzmittel, zur Konservierung oder für die Herstellung von Senf findet Essig lange Verwendung. Pur wird er sogar als Aperitif genossen, aber als Cocktail-Zutat ist er wenigstens hierzulande noch wenig bekannt.

So verwendet man Essig in Cocktails

Interessanterweise tritt der Effekt ein, dass die Säure des Essigs die Süße des Drinks verstärkt. Wer einen süß-prickelnden Geschmack bevorzugt, sollte Apfel- oder andere Obstessige verwenden. Auch Kräuteressige, Essige mit Zitrone-Limette oder Varianten auf Basis von Weinessig, eignen sich gut. Ftruchtessige eignen sich besonders gut für Liköre, da sie keinen süßem Anteil haben. Da sollte das Verhältnis dem Sirup gegenüber 2:1 für einen Medium-Cocktail sein.

CommentCreated with Sketch.1 zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Somit beschert Essig dem heimischen Bar-Markt den Aufschwung einer Zutat. Durch ihn lassen sich außergewöhnliche Gaumen-Erlebnisse gestalten und Aromen von Cocktails besser zur Geltung kommen lassen. In zwei Bars in Wien, im Roberto's und im Kleinod, kann man die Cocktails mit Essig verfeinert werden bereits kosten.

Der Ursprung von Sirup

Aus Kochbüchern kann man entnehmen, dass es eine lange Tradition gibt Essig zu verwenden, um beispielsweise aus Himbeeren Sirup herzustellen, indem man die Früchte darin einlegte. Auch an einer der ursprünglichen Versionen des "Shrub" war der Essig maßgeblich beteiligt. Im England des 17. Jahrhunderts mischte man einen "Shrub" mit Brandy und Fruchtlikör. In den USA erkannte man das Potenzial des Fruchtessigs und ersetzte die Zutat des Likörs durch ihn. Später bürgerte es sich als "Homemade Lemonade" in den amerikanischen Haushalten ein. Heute denkt man bei Himbeerlimonade nicht mehr an Hochprozentiges.

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