Eurofighter verrät Namen der 14 Geldempfänger

Ein Eurofighter der deutschen Luftwaffe bei einem Manöver in Israel.
Ein Eurofighter der deutschen Luftwaffe bei einem Manöver in Israel.Bild: picturedesk.com

Eurofighter-Konzern Airbus hat die 14 Personen beim Namen genannt, die in Österreich im Zuge des Eurofighter-Kaufs insgesamt 55 Millionen Euro erhalten haben sollen.

Airbus sieht in dem allen keinen Skandal, die Namen der 14 Personen seien "seit Jahren bekannt". Nun - also am heutigen Mittwoch - habe man die Namen trotzdem nochmal den Ermittlern mitgeteilt, heißt es.

Namen verraten

Worum geht's? In einem Ermittlungsverfahren in den USA gab der Airbus-Konzern zu, im Zuge des österreichischen Eurofighter-Deals 55 Millionen Euro an 14 Personen in Österreich gezahlt zu haben. Bestechungsgeld, wie vermutet wird.

Im Streit, der daraufhin zwischen der Regierung und dem Konzern entbrannte, verlangte Verteidigungsministerin Klaudia Tanner (ÖVP) unter anderem, dass Airbus die Namen der 14 Personen nennt, die das Geld erhalten haben.

Kennen wir schon?

Das hat der Konzern nun scheinbar gemacht. Am heutigen Mittwoch sollen die Namen den österreichischen Behörden verraten worden sein. Airbus behauptet aber, dass die Staatsanwaltschaft in Wien die Namen und die einzelnen Zahlungen bereits gekannt hat. "Seit Jahren" seien sie bekannt.

Trotzdem habe man auf Nachfrage der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) nochmals eine Namensliste bereitgestellt.

Die Öffentlichkeit dürfte die Namen nicht erfahren. Airbus verrät sie nicht. Die WKStA gibt auch keine Auskünfte, weil es sich um ein laufendes Verfahren handelt.

Kein Bestechungsgeld

Airbus dementiert am Mittwoch erneut, dass es sich bei den gezahlten 55 Millionen Euro um Bestechungsgeld gehandelt habe. Die Zahlungen seien genannt worden, aber "im Sinne des US-amerikanischen Anti-Korruptionsgesetzes" seien sie nicht als Bestechungszahlungen zu klassifizieren.

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Maria Theresia von ÖsterreichGood NewsPolitik

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