Experte: Reisewarnstufe ist überzogen

Die Reisewarnung für schwerer betroffene Regionen in Italien hält der italienische Präsident des Gesundheitsrats für nicht angebracht.
Die Reisewarnung für schwerer betroffene Regionen in Italien hält der italienische Präsident des Gesundheitsrats für nicht angebracht.istock
Die Grenzen zu Italien sind offen, aber es gibt eine nach Experteneinschätzung zu drastische Warnung für die schwer betroffene Region der Lombardei.

Von den Reiseerleichterungen für 31 Länder sind Länder und Regionen mit besonders hohen Infektionszahlen ausgenommen, darunter Belgien, Spanien, England, Frankreich, Schweden und die Niederlande wie auch die Lombardei in Italien.

Wenige Neuinfektionen

Der Präsident von Italiens Gesundheitsrat (CTS), Franco Locatelli, ruft dazu auf, verantwortungsbewusst zu handeln. Gleichzeitig kritisiert er jedoch die Entscheidung, Reisebeschränkungen für solche Regionen zu verhängen. Laut ihm gehe durch eine Reisefreiheit in Europa keine Gefahr an Neuinfektionen von Italien aus. "Das Ende des Lockdowns und der Neustart in Italien haben zu keiner Steigerung der Infektionsfälle geführt. Dies ist wichtig und muss uns ermuntern, weiterhin ein verantwortungsbewusstes Verhalten an den Tag zu legen", sagte Locatelli gegenüber ausländischen Journalisten in Rom.

In den meisten Teilen Italiens gibt es nur eine geringe Anzahl an Neuinfektionen. Die Lombardei wiederum sei eine Region mit einer hohen Bevölkerungsdichte, weswegen es naturgemäß zu einer schnelleren Verbreitung gekommen sei, so Locatelli weiter. Immerhin lebt dort jeder sechste Italiener. Eine zweite Welle im Herbst würde er jedoch nicht ausschließen.

Erst vor kurzem wurde bekannt, dass das Coronavirus sich bereits vor dem bis dahin bekannten Ausbruch in Italien verbreitet hatte. 

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