Extrembergsteiger Koblmüller stirbt in Blizzard

Bild: bergspecht.at

Der Extrembergsteiger Edi Koblmüller ist tot. Zusammen mit einer Bergkameradin ist der 69-jährige Linzer auf dem 5.047 Meter hohen Kasbek in Georgien verunglückt. Die beiden wurden Donnerstagnachmittag tot aufgefunden und mit einem Hubschrauber geborgen.

Koblmüller war seit einer Woche als Führer einer achtköpfigen Skitourengruppe unterwegs. Laut "Kronen Zeitung" war eine Frau langsamer unterwegs als ihre Kameraden, und Koblmüller blieb bei ihr. Im aufziehenden Schneesturm konnten sich alle Tourengeher in eine Schutzhütte retten, bis auf die beiden zurückgebliebenen.

Das Außenministerium hat den Tod eines 69-jährigen Österreichers und einer 59-jährigen Österreicherin bestätigt. Die sieben Überlebenden stammen bis auf einen Schweizer ebenfalls alle aus Österreich.

Erfahrener Bergsteiger

Koblmüller galt mit fünf Achttausender-Besteigungen und vielen Erstbegehungen als einer der bekanntesten und erfahrensten Bergsteiger Österreichs. Die Bezwingung des Cho Oyu 1978 in Tibet wurde in der Szene als alpinistische Meisterleistung gewürdigt. Bei einem Lawinenabgang in den Abruzzen vor zehn Jahren wurde er verschüttet, er überlebte aber unverletzt.

Seine Frau Elisabeth verlor Koblmüller im Juli 2003 bei einem Unfall im Zug einer Kletterübung. Gut vier Jahre davor war der gemeinsame Sohn Michael im Alter von 24 Jahren bei einer Expedition auf den 7.266 Meter hohen Diran in Pakistan unter einer Lawine ums Leben gekommen.

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