FAK muss gegen Porto, Atletico und Zenit ran

Bild: GEPA pictures

Österreichs Fußball-Meister sind am Donnerstagabend bei der Auslosung der Fußball-Champions-League in Monte Carlo die ganz großen Kaliber erspart geblieben. Die Favoritner treffen in der ausgeglichenen Gruppe G auf Portugals Champion FC Porto, den spanischen Meisterschaftsdritten Atletico Madrid und den russischen Vizemeister Zenit St. Petersburg.

Kein attraktiver Gegner, aber sportlich durch die Bank kaum zu biegen: Die Auslosung für die Gruppenphase der Champions League hat am Donnerstagabend für lange Gesichter bei der Wiener Austria gesorgt. FC Porto, Atletico Madrid und Zenit St. Petersburg warten in der Gruppe G der Fußball-Königsklasse auf Österreichs Meister. Der Startschuss für die erstmals qualifizierte Austria fällt am 18. September.

"Ich habe mir einen spanischen Gegner gewünscht, ich habe einen bekommen. Porto hat bereits die Champions League gewonnen, ist ein attraktiver Gegner. Zenit ist nicht so attraktiv, aber stark", lautete der erste Kommentar von Austria-Coach Nenad Bjelica. Sport-Vorstand Thomas Parits war die Enttäuschung, nicht einen der ganz großen Namen gezogen zu haben, aber anzusehen. "Wir müssen es nehmen, wie es kommt. Wir haben starke Gegner, aber wir werden unser Bestes geben", sagte Parits.

"Ist für uns eine große Herausforderung"  

Geträumt hatte man im violetten Lager von Vergleichen mit dem FC Barcelona, Real Madrid oder Titelverteidiger Bayern München. Von Losfee Paulo Sousa als schlussendlich letzter Club gezogen, musste der Champions-League-Debütant aus Wien aber zusehen, wie die attraktiven Gruppen nach und nach aufgefüllt wurden. Als Viktoria Pilsen in die Bayern-Gruppe stieß, blieb für die Wiener nur noch Pool G übrig.

"Vielleicht sind die Gegner nicht so attraktiv wie die anderen Top-Teams. Aber gegen jeden ist es für uns eine große Herausforderung", meinte Bjelica. Porto holte 2004 unter Jose Mourinho die Champions League, in der der portugiesische Meister in dieser Saison zum bereits 18. Mal an den Start geht. 1987 gewannen die Portugiesen in Wien bereits den Cup der Landesmeister, 2011 holte sich Porto die Trophäe in der Europa League.

Ab 9. September gibt es Tickets  

Im zweithöchsten europäischen Club-Bewerb erfolgreich waren auch schon Atletico und Zenit. Die Madrilenen gewannen die Europa League 2010 und 2012, aktuell bekanntester Spieler ist Spaniens Teamstürmer David Villa. Zenit krönte sich 2008 zum UEFA-Cup-Sieger. Russlands Vizemeister ist vor allem in der Offensive mit Brasiliens Teamstürmer Hulk, dem portugiesischen Internationalen Danny und Russlands Superstar Andrej Arschawin bestens bestückt.

"Vom Namen her hätte es attraktivere Gegner gegeben, aber es ist eine schwere Gruppe. Ich hoffe, dass sich das Happel-Stadion füllen wird", erklärte Austrias Wirtschafts-Vorstand Markus Kraetschmer. Die drei Heimspiele werden allesamt im Ernst-Happel-Stadion absolviert. Das Kontingent umfasst 44.000 Karten pro Partie, die Austria wird ausschließlich ein Dreier-Abo anbieten. Für Mitglieder und Abonnenten gibt es von 5. bis 7. September ein exklusives Vorkaufsrecht. Ab 9. September wandern die Tickets in den freien Verkauf.

Die Auslosung der Fußball-Champions-League ergab am Donnerstagabend in Monte Carlo folgende Gruppeneinteilung:

Gruppe A: Manchester United, Schachtar Donezk, Bayer Leverkusen, Real Sociedad San Sebastian

Gruppe B: Real Madrid, Juventus Turin, Galatasaray Istanbul, FC Kopenhagen

Gruppe C: Benfica Lissabon, Paris St. Germain, Olympiakos Piräus, RSC Anderlecht

Gruppe D: Bayern München, ZSKA Moskau, Manchester City, Viktoria Pilsen

Gruppe E: Chelsea, Schalke 04, FC Basel, Steaua Bukarest

Gruppe F: Arsenal, Olympique Marseille, Borussia Dortmund, SSC Napoli

Gruppe G: FC Porto, Atletico Madrid, Zenit St. Petersburg, Austria Wien

Gruppe H: FC Barcelona, AC Milan, Ajax Amsterdam, Celtic Glasgow

Spieltermine:

1. Runde: 17./18. September

2. Runde: 1./2. Oktober

3. Runde: 22./23. Oktober

4. Runde: 5./6. November

5. Runde: 26./27. November

6. Runde. 10./11. Dezember

Finale am 24. Mai in Lissabon

Der Spielplan der Austria:

   Mittwoch, 18.09.2013:

Austria Wien           - FC Porto                20.45

Atletico Madrid        - Zenit St. Petersburg    20.45

   Dienstag, 01.10.2013:

Zenit St. Petersburg   - Austria Wien            18.00

FC Porto               - Atletico Madrid         20.45

   Dienstag, 22.10.2013:

FC Porto               - Zenit St. Petersburg    20.45

Austria Wien           - Atletico Madrid         20.45

   Mittwoch, 06.11.2013:

Zenit St. Petersburg   - FC Porto                18.00

Atletico Madrid        - Austria Wien            20.45

   Dienstag, 26.11.2013:

Zenit St. Petersburg   - Atletico Madrid         18.00

FC Porto               - Austria Wien            20.45

   Mittwoch, 11.12.2013:

Austria Wien           - Zenit St. Petersburg    20.45

Atletico Madrid        - FC Porto                20.45

Ribery ist Fußballer des Jahres

Der Franzose Franck Ribery ist Europas Fußballer der Saison 2012/13. Der 30-jährige Bayern-München-Mittelfeldspieler und Club-Kollege von ÖFB-Star David Alaba setzte sich bei der Wahl am Donnerstag in Monaco gegen Weltfußballer Lionel Messi aus Argentinien (FC Barcelona) und Portugals Superstar Cristiano Ronaldo (Real Madrid) durch.

Wahlberechtigt waren 53 Sportjournalisten aus Mitgliedsverbänden der Europäischen Fußball-Union (UEFA). Ribery hatte mit dem FC Bayern im Vorjahr das Triple aus Champions League, Meisterschaft und DFB-Pokal geschafft. Er nahm die Trophäe nach der Auslosung der Gruppenphase zur neuen Champions-League-Saison im Grimaldi Forum von Monaco entgegen.

Lesen Sie weiter: Der Live-Ticker zum Nachblättern! Lesen Sie weiter: Das waren die Wunschgegner der Austria

Seitenhieb aus Kroatien: "Nur Kanonenfutter in der Königsliga"  und die Generali-Arena wird modernisiert, auch Verstärkungen sind möglich

Spieler, Trainer und Fans der Austria nach Monaco, wo im Grimaldi- Forum die am 17. September beginnende Champions-League- Gruppenphase ausgelost wird. Auf der violetten Wunschliste ganz oben: das "weiße Ballett." Kapitän Ortlechner, "Erlöser" Kienast, "Panther" Lindner, Coach Bjelica – sie alle wünschen sich Real Madrid. "Im Bernabeu spielen, davon träumte ich schon als Kind", fügt Stankovic hinzu. 8,6 Millionen  Startgeld hat die Austria fix, bis zu 15 Millionen  können es werden.

"Wir verfallen jetzt sicher nicht in Kaufrausch", verspricht Manager Kraetschmer, der in der Generali-Arena das offene Eck zwischen Süd- und West- Tribüne schließen und die Nordtribüne modernisieren will. Vorstand Parits schließt Neuverstärkungen nicht aus. Fix ist: Torjäger Hosiner bleibt. Die Prügelknaben-Rolle von Zagreb (2:6 gegen Real, 1:7 gegen Lyon) will die Austria vermeiden. In zwölf Partien holten die Kroaten nur einen Punkt, Torverhältnis 4:36. "Nur Kanonenfutter", urteilt die kroatische Zeitung Jutarnji List" über die Austria. "Wir sind sicher nicht auf Touristenfahrt", stellt Ortlechner klar.

"Kienast stürmt jetzt öfter"

Fünf Minuten hat Roman Kienast 2005 für Rapid in der Champions League gespielt. Laut Coach Bjelica wird Touristen wird sich das ändern. "Er ist zurück, wird mehr spielen." Austrias Hammer-Gruppen: Bayern, Paris, Juve – Real, Milan, Dortmund.

Kommentare der Spieler:

"Erlöser" Kienast: "Keine Frage, das ist das Tor meines Lebens. Zumindest bisher."

"Panther" Lindner: "Ich wünsche mir Real und das Trikot von meinem Idol Casillas."

"Boss" Katzian: "Jetzt gehen wir in die Festgeldstatt Kreditabteilung. Ein Spaß!"

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